#16

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 18.10.2018 16:20
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Die Nacht rückte für mich langsam in den Hintergrund, auch dann wenn jede meiner Handlungen mit ihr so eng verbunden waren, wie meine Hände, die vorsichtig und sanft über Avreys Körper zogen, wie auch darauf, als meine Haut empfindlich reagierte, als sie ihre Hand auf meinen Unterarm gelegt hatte. Sie verblasste zwar aus meinem Kopf während sich alles auf diesen Augenblick richtete, doch mein Körper und auch meine Gefühle die sich durch ihn wieder spiegelten, waren nach der Nacht einfach zu mehr geworden, als diese einfachen alten Bestefreunde Berührungen. Einfach anders, als an all den anderen Tagen zuvor. Ave jetzt umschlossen zu halten, war auf einmal viel mehr, als nur die Nähe zwischen zwei Freunden. Aber ich suchte diese neuen, mir unbekannten Berührungen, die ich ihr geben wollte, denn wie die Eier in der Pfanne sich veränderten, tat es auch alles in mir. Die Hitze war Ave, an der ich mich verbrennen wollte, die mich ändern sollte. Der Gedanke dem noch entfliehen zu wollen war schon längst verflogen, verdunstet in der Gegenwart ihrer wärme, ich wollte es über mich ergehen lassen, sehen, wohin es mich führen könnte.
Vielleicht würde wie aus dem rohen Ei etwas neues aus mir entstehen, aus mir und ihr, oder aber zumindest etwas weiterbestehen, der Hitze standhalten.
"Ich passe mit dir darauf auf", grinste ich und ließ die eine Hand über die ihre am Wender gleiten, jeden ihrer Züge zielstrebig führend, sanft begleitend. Schnell drehten wir die Eier um, schoben die fertigen auf einen bereitgestellten Teller, oder auch schon auf die vorgefertigten Brote zu unserer Seite. Jeden einzelnen Schritt gingen wir zusammen, wie auch all die anderen, wie immer, wenn wir zusammen gewesen waren, ob beim Spiegeleier machen, oder dem überwinden von Hürden. Aber neben diesem eingespielten Team, gab es auch die Momente, in denen in der Küche oder auch überall sonst alles durcheinander geriet. In denen sich die Albernheiten von uns beiden, unsere gleich dämlichen Ideen zeigten und alles drunter und drüber lief. Dazu brauchte es nur einen kleinen Gedanken von einem, dann ein kleines flüchtiges Funkeln und das Chaos breitete sich aus, die Lebensmittel flogen, dass Gelächter war groß. Ob wir danach völlig zerzaust aussahen, völlig verdreckt oder nur einer von uns vollkommen versaut, diese verdammt witzigen Momente zogen sich wie ein Band durch unsere gemeinsame Zeit, waren jede Sekunde Wert, wie auch jedes lächeln, schmunzeln und jede Hinterhältige Aktion um den anderen zu überraschen. Das wir uns danach ansahen, das Chaos sahen und und uns einfach dem ganzen Bewusst wurden. Diese ansteckenden grinsenden Gesichter. die Grimassen die wir dann schmieden, an uns herabsahen und über uns selbst lachten.
Ich liebte unsere Momente, die schönen und dummen, idiotischen oder aber auch zuvor innigen, in denen wir uns halt gaben. Es gab schon so viel, was uns verband, doch nie fühlte ich mich ihr so nahe, aber auch auf komische Art und weise fern, wie jetzt.
"Ich glaube das wars.", sagte ich und lag den Wender mit ihr zur Seite, löste die so innige Verbindung und legte bereits alles benutzte an die Seite, während Ave sich so geschwind wie sie war bereits das Essen schnappte und ein wenig den Weg vor uns ebnete, sich bereits auf dem Weg machte, während sie meinen Blick hinter sich zog, sie nochmal ganz musternd, wie sie barfuß tänzelte.
Avrey Turner, für jeden anderen ein Blondes einfaches Mädchen von außen, vielleicht auch "die Turner" wegen ihres Namens, aber für mich doch so viel mehr, als ein Engel der zur Uni geht, oder mit der Gang in Verbindung gebracht worden war. Egal welche Seite man an ihr sah, lobte oder kritisierte. Ich stand schon immer für jede dieser ein, läge meine beiden Hände für sie in das Feuer, würde für sie alles tun- egal welche Seite ich noch an ihr entdecken würde, nichts hätte, würde gar könne sich daran ändern. Denn neben all dem, neben allem was die Leute in ihr zu sehen vermochten, war sie für mich einfach Avrey, die ich kannte und schon immer dafür liebte.
Sogleich der Moment aber verflog, folgte auch ich ihren Schritten, ihr nachsehend, wie sie das Morgendliche Sonnenlicht brach, wie sich Aves Schatten an ihrer Seite künstlerisch verformte.
Hatte ich schon immer jede einzelne Seite n ihr so sehr beobachtet? Oder wurde mir das ganze erst jetzt so bewusst?

(@Avrey Turner )



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#17

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 18.10.2018 22:22
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

So standen wir einen langen Moment da, Aiden's Arme um meine Mitte gelegt, sein Körper an meinen gedrückt und es fühlte sich gut an. Sehr gut sogar. Wie immer waren wir so unheimlich vertraut, als wäre es einfach normal das wir so umschlungen in der Küche vor dem Herd standen. Und irgendwie war es das ja auch, oder? Wir kannten uns quasi in und auswendig, die letzten gemeinsamen Jahre hatten uns zusammengeschweißt und es gab keinen Menschen mit dem ich mehr erlebt hatte als mit Aid - ich wollte keine Erinnerung mit ihm vergessen, niemals. Obwohl.. den heutigen Morgen an dem wir uns so fremd gewesen waren, den würde ich gerne vergessen.
Doch daran wollte ich nicht denken, ich wollte einfach nur den Tag mit Aiden verbringen, so wie wir es immer taten.
"Dann kann ja nichts mehr schiefgehen." sagte ich mehr als einverstanden, den Blick auf den Pfannen Wender gerichtet, drehten wir gemeinsam die Eier um .. ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen - auch jetzt: Wir machten alles zusammen und es störte mich nicht, keine Sekunde.
All das was gestern Nacht passiert war, der schreckliche Morgen rückte in den Hintergrund .. jetzt gerade gab es nur uns beide, so wie immer. Aiden und Mich. Es war einer der innigen Momente die man nicht so schnell wieder vergaß, die man am liebsten für immer in den Gedanken behielt um sich an gewissen Tagen daran zu erinnern, wenn einem vielleicht gar nicht zum Lachen zumute war.
"Haben wir gut gekocht. Wir sind wahre Meisterköche und die Küche steht auch noch, besser geht's doch gar nicht." antwortete ich Aiden mit einem Grinsen, als wir die Eier zu den Broten auf die Teller legten und dann gemeinsam ins Wohnzimmer gingen, den Weg kannte ich bereits in und auswendig .. immerhin hatten wir hier schon einige Tage und Nächte gemeinsam verbracht. Egal ob es viel zu frühe Morgende nach einer viel zu langen Party Nacht gewesen waren - oder verregnete Nachmittage mit einem Film und der weichen Decke. Genau diese besagte Decke, schob ich nun etwas zur Seite und setzte sich mit Aiden auf das große Sofa, wie immer setzte ich mich im Schneidersitz hin. "Dass Letzte Mal das wir hier saßen ist schon etwas her, nicht?" meinte ich mit einem leichten Grinsen, schob mir eine gelockerte Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich liebe Horror Filme, wirklich aber der Letzte den wir hier gesehen haben .. war echt heftig, besonders nach dem der verdammte Strom dank dem Unwetter ausgefallen ist.." Mit diesen Worten, schob ich Aiden seinen Teller hin. "Wie gut das wir keine Angst hatten." fügte ich nebensächlich hinzu und zuckte kurz mit den Schultern, musste mir das Grinsen verkneifen. Diese Worte entsprachen nicht wirklich der Wahrheit, wenn man bedachte, das ich vor lauter Schreck auf seinem Schoss saß und mir bei jedem noch so kleinen Geräusch beinahe in die Hose gemacht hatte. Nie zuvor hatte ich Aidens Arm fester umarmt als in dieser Nacht, aber ausmachen? Nein, das war keine Option. Da stand mir der Turner Stolz im Weg, der Dickschädel war zu groß und die anschließende Nacht vorbei, ich hatte nämlich kein Auge zugemacht!
Und eins stand fest: Aiden hatte seinen Spaß daran gehabt, ganz bestimmt.

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zuletzt bearbeitet 18.10.2018 22:23 | nach oben springen

#18

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 23.10.2018 15:54
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Es war wie ein Wandel der in dieser kurzen Zeit von statten ging, aus einem von verwirrenden Gefühlen erfüllter Morgen wurde einer, der sich gar nicht mehr von all den anderen, die wir gemeinsam bestritten, zu unterscheiden mochte. Die Geschehnisse der Nacht, die wie Aves Schatten ihren tänzelnden Schritten folgten, waren aus unseren Blickfeld gefallen. So wie Avrey zielgerichtet ihre Augen auf die Couch gerichtet hatte, war der Schatten nur noch etwas, dass einem folgte, aber nicht mehr im Weg zu stehen schien. Zumindest würde es solange genauso bleiben, bis sich die Sonne bewegt, bis sich der Schatten wieder direkt vor uns befinden würde- doch dieser Augenblick des Zenits sollte noch eine Zeit lang wegbleiben, uns beide den Moment schenkend, den wir brauchten- Alte Normalität, die uns beiden zeigte, dass alles trotz der schritt folgenden Last Normal bleiben könnte. Einfach nichts müsste sich ändern.
Zwischen mir und dir, könnte alles so bleiben.
Wie die letzten Tage der vergangenen 2 Jahre.
Alles würde gleich bleiben können, die Blicke, unsere Unterhaltungen als auch unsere Zeit, die wir miteinander verbringen könnten.
Zwar wollten wir beide die Nacht, die Klauen welche nach unsren bloßen Füßen zu greifen versuchten, nicht vergessen, aber mit jedem dieser Augenblicke spürte ich den Wunsch, dass sich nichts zwischen uns ändern sollte. Für diesen würde ich auch die Nacht aufgeben, all die Dinge, die wir uns gaben. Einfach all die guten Gefühle, die mich in den gekreuzten Blicken durchstießen, hätte ich wegstecken, verschließen können. Ich würde in meinen Kopf nach einer kleinen Kiste suchen, alles dort hinein stopfen und sie mit all den Gefühlen verriegeln, all den Ängsten die ich empfand, als die Kälte herrschte und dann den Schlüssel für immer wegwerfen.
Aber das tat ich nicht, noch nicht, denn in diesem Moment zählte nur das wir.

"Du meinst doch nicht, die Nacht oder?", auf meinem Mund zeichnete sich sofort ein grinsen ab, durch die nächsten Worte in meinem Verdacht bestätigt, biss ich kurz in eines meiner Brote und dachte an diese Nacht- in der Avrey Turner sehr wohl zeigte, dass sie nicht nur das toughe Mädchen ist. "Und dann musste ich wie dein Retter in der Not zum Sicherungskasten...", führte er fort mit einem schmunzeln, denn als sie dies gemeinsam beschlossen hatten, ließ Ave noch immer nicht seine fest umklammerten Arme los. Erst nach einem eindeutigen Blick und einem kleinen Lachen ließ sie diese ein klein wenig verlegen los. Diese Nacht würde mir für immer in den Erinnerungen bleiben, Aves Schutz suchende Blicke im Dunkeln, ihre Blau leuchtenden Augen, die selbst im stockfinsteren ein kleines Funkeln in sich trugen. Diese verdammt schönen Augen, in die ich mich immer zu verlieren konnte. "Und dann musste ich die ganze Zeit über mit dir reden, durch das gesamte Anwesen brüllen, damit ich auch ja nicht plötzlich verschwinde", lachte ich dann ein wenig, mit dem Ellenbogen gegen sie stupsend. Besser gesagt, war es die //Wenn du nichts mehr sagst, renne ich aus dem Haus, denn dann bist du nämlich tot// Taktik. Als Ave mir die erklärt hatte, konnte ich mir einen verdutzten Blick und ein weiteres Lachen einfach nicht verkneifen, auch dann, wenn die Blitze uns beide ein paar mal erschreckten. Doch trotz ihrer, ein wenig, offensichtlichen Angst, wagte ich es einmal und hab absichtlich nichts mehr gesagt gehabt, worauf sie ganz verzweifelt nach meinen Namen rief. "Weißt du noch, wie du dann gesagt hast: Aiden Woods, wenn ich gleich hinterher komme und ich sehe, dass du das extra machst, dann töte ich dich- und nicht der Serienmörder!", da bekam ich jaaaa rieeesige Angst", grinste ich, aber zum Glück ließ ich danach ein paar Laute von mir geben und blieb ebenfalls unversehrt- von Ave und dem Mörder, der hier angeblich herumschlich. Aber dann machte es ein paar "klicks" - der Strom war wieder da, der Abend gerettet, der Möchtegern Mörder von dem hellem Licht verscheucht. "Und dann lagst du hier auf der Couch und tatest, als wäre nie was passiert.", sage ich noch, ehe ich wieder lächelnd in mein Brot mit Ei biss.
Solche Momente, die liebte ich so sehr zwischen uns beiden
Ich würde nie wollen, dass wir nicht mehr mit einem lächeln an diese denken könnten, dass sie durch alles in dieser genauso bedeutenden Nacht vernichtet wurden.
Das könnte ich nicht ertragen, wie damals ihre leicht beunruhigten Rufe nach meinen Namen als ich verstummt war.
Ich könnte es uns beiden nicht antun.
Egal, wie sehr ich es wollen würde.

(@Avrey Turner )




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zuletzt bearbeitet 23.10.2018 16:02 | nach oben springen

#19

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 23.10.2018 19:30
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

"Du meinst doch nicht diese Nacht, oder?" hörte sich Aiden mit einem Grinsen auf den Lippen sagen hören, natürlich hatte ich nichts anderes erwartet als dass wir an das selbe Ereignis dachten. "Natürlich, an diese Nacht. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das Letzte Mal solchen Schiss hatte." antwortete ich ihm ebenso grinsend und beugte mich vor, schnappte mir meinen Teller und lehnte mich etwas gegen die Sofa Lehne. Stromausfall, ein verdammt gruseliger Film und ständige Geräusche .. da konnte doch niemand von sich behaupten überhaupt keine Angst gehabt zu haben. Natürlich hatte ich mit Aiden's nächsten Worten, Erinnerungen gerechnet und wog den Kopf immer wieder etwas hin und her, verdrehte ein wenig die Augen. "Ja, verdammt okay. Ich habe Angst gehabt. Da siehst du mal, wie viele Sorgen ich mir um dich mache, Woods." Ich hatte diese Nacht nicht vergessen, alleine schon weil wir überhaupt nicht zum schlafen kamen - dieses mal aber eher weil ich der Angsthase des Jahrhunderts gewesen war. und Aiden selbst als dieser kurz davor war einzuschlafen wach gehalten hatte. Natürlich mit den dümmsten Fragen die man sich einfallen lassen konnte, egal - Hauptsache das Licht blieb an! "Ich hoffe du hattest deinen Spaß an diesem Abend." sah ich Aiden mit einem leichten Grinsen an, schubste ihn dann einfach etwas von mkir weg, als dieser mit seinem Ellenbogen in meine Seite stieß und rieb mir wie von alleine kurz über die Seite. "Während ich beinahe eingegangen bin vor Angst." Wie lustig wenn man beachtete, das ich den Film vorgeschlagen hatte - das ich es liebte mich zu gruseln und Halloween zu zelebrieren. "Aber nun genug davon" Schnell hob ich meine Hände, um das Thema ganz flott zu beenden. Es war so einfach mit Aiden über jeden Mist zu lachen, sich gegenseitig aufzuziehen und so sollte es immer sein, egal wie - vorhin hatte sich all das allerdings noch anders angefühlt. Doch an diesen Moment wollte ich nicht zurückdenken, dafür genoss ich diesen kostbaren Moment mit ihm viel zu sehr. Einer von so vielen. Jetzt in diesem Augenblick war alles wie immer, wir beide lachten und machten unsere Späße. "Übrigens glaube ich.. du hattest auch Angst, wolltest das nur nicht zugeben um vor mir anzugeben." Grinsend und neckend, zeigte ich mit dem Zeigefinger auf Aiden. So viel noch dazu: Wir beenden das Thema jetzt.

Genüsslich biss ich einmal in mein Brot, vielleicht war dieses Frühstück einfach und schnell zu machen aber dennoch, es schmeckte fantastisch - so wie immer. "Scheint als gibt es heute Kater Frühstück ohne Kater, eine richtige Wohltat." Wir beide hatten genügend schlechte Morgende gemeinsam verbracht, wie oft lagen wir nach einer durchzechten Nacht auf dem Sofa oder im Bett und verfluchten uns selbst? - Aber selbst diese Momente, machten die Freundschaft mit Aiden ganz besonders und unvergesslich. Niemals würde ich diese Freundschaft mit ihm aufgeben, dafür war er für mich zu bedeutend, zu wichtig - nur Aiden Woods konnte mich so zum lachen bringen, so glücklich machen wie er es tat. Solche Menschen durfte man nie gehen lassen, er gehörte zu ihr ganz einfach.

@Aiden Woods


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#20

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 23.10.2018 22:48
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Diese ganzen Momente, die chaotischen Tage, wie deren unbarmherzigen Morgende oder endlose Nächte. Sie alle waren gespickt mit solch witzigen Momenten, in denen wir über uns selbst zu lachen vermochten, oder uns gar dabei samt die Freudentränen hinter her flossen, wenn wir uns gemeinsam über etwas zum Tode amüsierten. Wie Dornen zogen sie sich über den Stiel einer wunderschönen als auch unscheinbaren Rose, manche Zacken größer als die anderen. Wie jene großen Augenblicke, in denen wir uns Halt und Trost spendeten, als der andere diese Nähe so dringend brauchte, so sehr, dass dieser eine Mensch einen wortwörtlich mit einem unablässigen Griff aus der Versenkung zog, einen niemals loslassend, bis man selbst wieder standfest auf die Beine gefunden hatte. Aber auch die kleineren, im Schatten der Kraft spendenden Sonne versteckt gewesenen, waren genauso ein Teil dieser Anmutigen Pflanze geworden, wie all die anderen auch. So klein aber, wie sie waren, vergaß man sie nur allzu gern, bis man sie an den leicht zu durchdringenden Fingern wieder spürte, durch einem kleinen stechenden Schmerz. So klein waren die vielleicht wenigen, aber dennoch existenten Momente, in denen wir uns selbst aus den Augen zu verloren schienen, beinahe so sehr, dass wir vielleicht mal den Gedanken gehegt hatten, den anderen nicht mehr im Leben haben zu können- zu wollen. Doch wie sich die Wunde am Finger schließen würde, so schlossen wir uns wieder zusammen, nach jedem noch so großen oder kleinen Streit, welche sich auch durch unsere Freundschaft zogen, wie die winzigen spitzen Dörnchen an jener verlockenden Rot blühenden Schönheit. Doch was machte diese zu unwiderstehliche Rose zu so einer großen Anziehenden Macht, dass man seine Finger einfach nicht von ihr lassen konnte. Was machte Avrey so einfach besonders, dass ich mich immer wieder an ihren, unseren gemeinsam geschaffenen Dornen schneiden ließ, nur um sie halten zu können, um sie immer bei mir haben zu können? Für jeden daherlaufenden Menschen war es die große, atemberaubende Blüte, die sich an der Spitze des grünen Stiels ausbreitete. Jeden Blick zog sie auf sich, sorgte dafür, dass jeder die Dornen einfach übersah, einfach nach ihr packte, mit voll aufgefaltenen Händen. Für mich war diese leuchtende, Aufmerksamkeit suchende Blüte aber die Person, die sich hinter diesen Blauen Augen zu verstecken mochte, aber eigentlich wie ihre äußerliche Röte danach schrie, entdeckt zu werden. Wie die Kelchblätter der Rose, besaß diese innere Blonde Schönheit so viele Facetten, dass ich sie alle entdecken wollte, jede einzelne Seite an meinen Fingern spüren, jede einzelne Duftnote riechen, jede Unebenheit zu finden wünschte.
Eine einfache Rose für so viele andere, für mich eine so tief reichende Person, die ich mit eigenen Erinnerungen formen durfte, so sehr, dass wir praktisch behaupten konnten, zu einer neuen zusammengeschmolzen zu sein, geschaffen nach dem, was uns beide früher selbst ausmachte.
Unsere Freundschaft, eine ganz eigene Rose, die in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen vermochte, dadurch jeden noch so unaufmerksamen Menschen auf uns richten ließ. Jeder erkannte dieses leuchten an uns, wie auch wir selbst, die wir versuchten, es gar spielend schafften, es für immer aufrechtzuerhalten.
Doch die letzte Nacht raubte uns an diesem Morgen kurzzeitig die wärmende Sonne, sie brachte für einen verletzlichen Moment Kälte zwischen uns beide, drohte in unseren Gedanken, meinen und deinen, unsere gemeinsame Rose eingehen zu lassen- mit nur einer Nacht, im Gegensatz zu so vielen anderen.
Aber wer waren wir in den letzten 2 Jahren geworden, dass uns ein solcher Moment in die Knie zwingen würde? Wir fanden aus den Augenblicken der Dunkelheit heraus, wendeten uns ganz selbst wieder dem Licht zu, während die Nacht entweder zu einem Teil von uns werden würde, zu einem weiteren Dorn, der uns auszumachen vermochte, oder wir würden zu ersten mal eine Schere zur Seite ziehen, diese Nacht von uns schneiden. Unsere Antwort im Sonnenschein war so klar, wie keine andere, aber was wäre sie, wenn der Schatten wieder aufziehen würde?

"Das beste Frühstück überhaupt.", lächelte ich ihr zu, den Teller in meinen Schoß nehmend, mich selbst gegen das Sofa im Rücken lehnend. Mein Blick huschte durch die gesamte Einrichtung, die durch die Sonnenstrahlen des Morgen beschienen wurde. Alles vermochte plötzlich ein wenig anders zu wirken, dass reflektierte Licht fand sich in veränderten Augen, in einer für immer veränderten Perspektive wieder, während an sich doch alles beim alten blieb. Wie war eine Nacht in der Lage so Allgegenwärtig zu sein, sogar dann, als man nicht an sie dachte, schien sie mich immer weiter zu beeinflussen. Jeder Atemzug neben Ave fühlte sich so neu an, dass man dachte, das gesamte Leben nie richtig geatmet zu haben. Jeder Geschmack des Brotes, des Schinken und Käse, der sich im Mund ausbreitete, durch die Zähne verkleinert, schienen auf einmal ganz neue Noten zu besitzen, als an all den anderen Morgenden. So sehr man die vorherige verdammte Nacht außen vor lassen wollte, es war einfach nicht möglich, wie auch Ave nicht in einem neuen Blick sehen zu müssen.
"Wollen wir was schauen?", versuchte ich mich selbst von all dem abzulenken, die Fernbedienung ergreifend, den an der Wand hängenden Fernseher bereits anschaltend.
So sehr alles nach Normalität schrie, war das nur ein leerer Schrei von dem ausgehend, was sich schon für immer verändert hatte.

(@Avrey Turner )


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#21

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 24.10.2018 17:24
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

Dieser Morgen der sich vorhin noch so ungewohnt, so kalt und unsicher angefühlt hatte, versprach nun zu einem Typischen 'Aiden und Ave Morgen zu werden' - endlich , den nur so war es richtig. Natürlich war ich auch jetzt noch unsicher, wie ich mit all dem was passiert war umgehen sollte, wie ich mit ihrem Besten Freund umgehen sollte aber ich lies es sich nicht anmerken. Wieso auch? Es würde gewiss nichts ändern, wir würden an diesem Tag zu keiner plausiblen Antwort kommen und zu einem Ziel wie es weiterging. Und jetzt in diesem Moment, war dies auch völlig okay.
Wir saßen nebeneinander auf der großen gemütlichen Couch, aßen unser Frühstück für Champions - allerdings ohne die nervigen Kopfschmerzen, aber dennoch mit dem Besten Freund den man sich vorstellen konnte. Den einfach nichts und niemand konnte diesen ersetzen, es gab niemanden auf dieser Welt der Aidens Platz einnehmen konnte, egal was zwischen uns war und gerade geschah, denn wenn ich ehrlich zu mir selbst war: Selbst wenn es dieser Moment so typisch für uns war, alles fühlte sich anders an als sonst."Klar. Gern. Such einfach was aus." antwortete ich ihm, zog das Rechte Bein noch ein wenig mehr an meinem Körper und blickte zu dem großen Fernsehr an der Wand. Ob uns irgendein Fernsehprogramm oder ein Film ablenken konnte? So sicher war ich mir da nicht. Ich blickte kurz zu Aiden rüber, der gerade durch die Programme zappte, unter anderen Umständen wäre ich nähe zu ihm gerückt, hätte seine Nähe gesucht oder den Kopf auf seinen Schoss gelegt - aber nach dieser Nacht? Ob es so richtig war diesen Schritt zu gehen? Aber natürlich, war es so das mein Körper mir gerade so oder so nicht gehorchte, ich streckte wie von alleine die Beine etwas aus, stupste Aiden mit meinen Füßen an und grinste leicht, das meine Füße oder wie Aiden sie gerne nannte: Betonklötze eiskalt waren, war nichts neues. Aber dennoch war ich meistens zu faul, eine Hose oder Socken anzuziehen - wieso auch? Man musste sich nur zu helfen wissen, oder einen Besten Freund haben, der meistens eine unglaubliche Wärme ausstrahlte - uns schwups wurde ich wieder an letzte Nacht erinnert, wie warm sein Körper sich an meinem angefühlt hatte, wie warm seine nackte Haut war und wie es gewesen war seinen Atem zu spüren. Für einen ganz ganz kurzen Moment, schloss ich die Augen und verfluchte mich selbst. Zum gefühlt 20 Mal heute, wieso konnte ich nicht aufhören, an das was passiert war zu denken? Vor allem jetzt? Wenn es so weitergehen würde ..
"Hast du schon eine Idee, was du schauen willst?" fragte ich meinen Besten Freund, sah zu ihm rüber und öffnete die Haare, die kaum noch von dem Haargummi zusammengehalten wurden und strich mit beiden Händen einmal durch die blonden Wellen, eine Haarbürste wäre jetzt gewiss die richtige Lösung aber um dieses Problem konnte ich mich wann anders kümmern. "Hast du heute eigentlich noch was geplant? Außer Zeit mit deiner Besten Freundin zu verbringen?" Einen kurzen Moment haderte ich mit mir selbst, ob ich den Versuch seine Nähe zu suchen, stoppen sollte, aber ich hoffte einfach das es leichter werden würde wenn wir normal miteinander umgehen würden, so wie wir es zuvor auch getan hatten.

@Aiden Woods


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zuletzt bearbeitet 24.10.2018 17:25 | nach oben springen

#22

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 25.10.2018 06:27
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Die Sonne strahlte durch den gesamten Raum, man konnte sehen, wie sie Stück für Stück in den Himmel stieg, immer höher empor schritt, mit jedem wärmenden Blick der hereinbrach das Zimmer aufwärmend, die Schatten und dunklen Ecken des Raumes erhellend. Sogar der Fernseher wurde, durch die praktisch jeden Fleck des Wohnzimmers liebkosenden Sonnenküssen, vollkommen befleckt. So wie die Schatten der Möbel durch ihre einfallenden Grenzen wichen, wie dem hellen Licht förmlich auswichen, praktisch davor flohen, war dies für mich in diesen Augenblicken zu dem wohl interessantesten Schauspiel der Welt geworden. Denn egal welchen Sender ich im Fernsehen einzuschalten schien, kein Ton und keines der sich dort bewegenden Bilder mochte meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Selbst das umher huschende Schattenspiel, dass ehrlich gesagt so viel Wert hatte, wie einen Fussel an der Wand zu betrachten oder eine nervige Fliege zu verfolgen, war nicht in der Lage, vollkommen meinen Blick für sich zu gewinnen. Wie jeder Atemzug von statten ging, blickte ich immer wieder, mich schon selbst bewusst ertappend, im Augenwinkel zu Avrey. Sie gab und tat alles mögliche, um den völlig unbekannten Morgen nach so normalen Alltagstrotz aussehen zu lassen, dass ich wirklich überlegte, ob sie in der Lage war, die Nacht in ihren tiefen Gedanken zu verdrängen, oder sie zumindest hinten anzustellen.
Denn egal wie sehr ich es versuchte, selbst, als ich die Nachrichten kurzzeitig laufen ließ, mit allem möglichen Zeug der in Miami vonstatten ging, war ich verflixt nochmal nicht der Lage, diese ständig widerhallenden Gedanken aus dem Kopf zu kriegen, gerade dann nicht, wenn in meinen Blickwinkel Avrey saß, mich immer wieder näher der Nacht bringend. Ich wollte sie nicht gehen lassen, wir beide wollten den Tag Normal angehen- wie immer - aber ich musste mir eingestehen, dass das nicht möglich war. Nicht für mich, der sich innerlich zwischen so vielem zerriss. Würde Avrey nicht da sein, könnte ich mich fassen? Wären die immer wieder vordringenden Gedanken einfacher wegzudrücken? Oder würde mich alles nur noch mehr zerfressen? Aber eines war klar, so sehr ich vielleicht allein sein wollte, um mir vielleicht, auch nur möglicherweise allem klar zu werden, genauso, nein, ich gebe es zu, mehr als genauso viel, wollte ich sie hier haben.
Was war nur mit mir verdammt nochmal los?
Aber dann, blickte ich ihr wieder in diese Öl gießenden Blauen Augen...
Diese plötzliche, ja verdammt nochmal, diese riesige Anziehungskraft von ihr machte mich Wahnsinnig! Aber nicht nur du Ave, sondern auch all die anderen mich nicht loslassenden Gedanken, trieben jedes bisschen in mir an die Spitze, rissen alles wortwörtlich immer und immer wieder von diesen.
Die Nacht, unsere Freundschaft, die Gefühle die schon immer da waren, die Ängste, die neuen Begierden die ich nun in mir trug.
Welcher Mensch sollte auf diesem mir nun noch kaum zu ertragenden Planten all diese Zerwürfnisse aushalten? Konnte man all das überhaupt? War das zurückhalten nicht zum scheitern verurteilt gewesen, der Versuch, alles Normal zu halten? Woher kamen diese Zweifel jetzt nur, woher all die Linien überschreitenden Gedanken? Woher?
Und dann wich wieder ein Schatten dem Licht, meine Augen auf sich ziehend, wie ein Fluchtpunkt von ihrem erdrückenden Anblick...
Und alles, jede dieser gestellten Fragen, greifenden Gedanken rückten hinter eine Mauer, die wieder so hoch in den Himmel schoss, wie die Sonne nun zu stehen schien. Wie hielt man diesen Gedanken nur stand? Was war das für eine lächerliche Frage- ich hätte mir viel besser stellen sollen, wie ich es nur schaffte, in mir tatsächlich eine Mauer für Sekunden aufziehen lassen zu können, die es vermochte, einfach alles wirklich wegzusperren. Aber wieder für die Augenblicke, bis sich unsere sich doch eigentlich praktisch suchenden Blicke wieder kreuzen würden.
Es war ein Teufelskreis, den ich mich hier aussetzte, ein nie endender Kampf, in dem sich mehr als nur Zwei Seiten bekriegten, nein, wortwörtlich alle. Einfach alles in mir stand unter Strom, war in Flammen gehüllt, schrie den Gebrüll des Kampfes, sich danach sehnend, irgendetwas auf den Sieger Thron zu setzen, damit endlich Ruhe einkehre, damit sich jeder Gedanke nur einem Willen unterordnen mochte.
Die Fragen die Avrey mir währenddessen stellte, waren wie kleine Flüstern, nur noch für mich zu lauschenden Winde, die durch meine Gedanken zu fliegen vermochten, aber immer noch mein inneres mehr erreichten, als alles andere, als diese Schatten, als ihre Feuer entzündenden Blicke.
Aber bevor ich ihr antworten konnte, durchbrach diesmal etwas ganz anderes die so stark gehaltenen Mauern, die vor diesen immer wieder einreißenden Bränden selbst zusammen zu fallen schienen. Aves blanke Füße drückten sich an meine halb freigelegten warmen Beinen, die meine Kurze Shorts frei ließen. Was war diese Nähe zu ihr schon früher gewesen? Was war die Umarmung vorhin in der Küche gewesen? War das alles noch Normal, nach allem, was geschehen war? War das noch immer die Freundschaft, die wir hatten? Ihre Zehen, ihre schon immer kalt gewesene Körpertemperatur- wie oft ich sie schon an meinen Körper gespürt habe, sie schon gewärmt gehabt hatte, wenn sie ihre Hände neckend an meine Arme drückte, sich an mir heizend? Viel zu oft, denn es war eigentlich etwas ganz- völlig Normales, praktisch schon Alltägliches sogar, denn es geschah doch mindestens einmal.
Doch so, genau so, war es vor der Nacht, die im Schatten lauerte, vor der Sonne fliehend. So Normal war es vor dem Gefühl gewesen, wie sich ihr ganzer Körper an den meinen angefühlt hatte, bevor ich erfuhr, wie sich ihre Hände in meinen Rücken drückten, an mir nach Halt suchend, während wir uns aneinander verloren. Die Mauern rissen dadurch so einfach ein- sie waren niemals Stark genug für all diese auflebenden Gefühle und Gedanken gewesen, wie auch die Schatten, die nicht anders konnten, als vor dem Licht unterzugehen.
Aber ich ging nicht unter in diesem brennenden Meer, nein, ich war eine tickenden Bombe, welche dachte sich selbst entschärfen zu können, während die Zündschnurr neben einem saß und dabei wirkte, als wäre sie die Rettungsleine.
Und zur Hölle nochmal, ich wollte so gerne explodieren.Ich wollte so gern die Uhr zum stoppen bringen.
Ich wollte alles, aber nichts. Ich wollte keine Konsequenzen, die aber schon feststanden, wie das aufgehen und untergehen der Sonne.
"Ich muss hier raus", sagte ich aufspringend, direkt auf die Terrassen Tür zugehend, diese mit einem Ruck öffnend, dann den wahren Windzügen ausgesetzt als nur ihre Worte an mir vorbeiziehend zu spüren. Mein Blick wich daraufhin noch einmal zu Avrey. Du warst alles, was ich wollte, alles, was mich zerriss, alles, was ich aufrechterhalten wollte. Du warst schon immer alles gewesen. "Komm mit.", sagte ich, aber weder auffordernd, bittend oder unerwünscht. Wie ich meine Entscheidungen traf, musste auch sie die ihren treffen. Aber mein Blick, der einfach nicht von ihren entzündenden Augen losließ, war doch wieder viel zu offensichtlich gewesen, oder?
War nicht alles an mir, in dem einen Augenblick nach dem einen- und im anderem nach dem Gegenteil rufen?
Ave besaß die Gabe, aus Situationen zu wechseln, aber ich beanspruchte die für mich, einfach den Konflikt in mir lösen zu müssen.

Die Luft von draußen einatmend, spürend, dass sie mir drinnen gar praktisch genommen war, erfüllte meine Lungen wie auch der noch immer herrschende Wind den Rest meines Körpers, als auch die nun prall auf mich wirkende Sonne. Endlich, gab es für einen kurzen Moment die Befreiung von allem, was auf mir lag. Einen kurzen Moment dachte ich nur daran, wie gut dieser Morgen, dieser Tagesanfang doch war. Es war der erste Augenblick, in dem für mich wirkliche Normalität einkehrte. Meine Füße trugen mich zu dem Becken Rand des Pools und ich setzte mich an diesem, ließ meine Beine in das Wasser tauchen.
Wie meine Füße die Oberfläche des Himmel spiegelnden Wassers durchbrochen hatten, so war alles von mir durch Avrey durchschritten. Der Schrei nach dem alten war nur noch ein Echo, wie die ausgehenden Wellen meiner umherschwingenden Füße- von etwas längst vergangenen ausgelöst, aber im Laufe der Zeit verloren.
So verloren, war ich nun an dich.
Aber ich hielt an dem Echo fest.
Dabei wollte ich doch eigentlich nur in dich zusammenfließen...

(Los @Avrey Turner beweg deinen hübschen Arsch Nach draußen PS: Ich glaube die 6 Uhr Morgens Post sind wieder da xD Hoffentlich gefällt es dir trotz meines müden Kopfes )




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Avrey Turner findet keine Worte dafür..
zuletzt bearbeitet 25.10.2018 06:30 | nach oben springen

#23

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 25.10.2018 12:41
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

So wie wir beide nebeneinander auf dem Sofa saßen, Frühstückten, der Fernsehr ganz nebensächlich lief und die Sonne durch die großen Fenster ins Wohnzimmer schien, den Raum erhellte - für einen Moment könnte man denken, es wäre alles in Ordnung, als wäre nie etwas zwischen uns vorgefallen. Aber leider wurde dieses Gefühl sehr schnell getrübt, als Aiden auf einmal aufstand und mich etwas überrascht zu ihm hoch schauen lies. "Ich muss hier raus." diese Worte schienen quasi aus ihm herauszuplatzen, während er schon die Tür zur Terrasse öffnete und einfach alles stehen, mich hier sitzen lies. Ich hatte mich innerhalb kürzester Zeit aufgesetzt und den Teller mit Essen weggestellt. Seine Nähe zu suchen - war in diesem Fall die völlig falsche Entscheidung gewesen, dabei war es einfach über mich gekommen, ich hatte ihm nie auf die Pelle rücken wollen, das wusste er doch hoffentlich oder?
"Aiden, es tut mir leid.. ich.." mit diesen Worten war ich bereits aufgestanden, er wollte das ich mit ihm aus dem Wohnzimmer nach draußen ging oder? Seine Worte waren ungewohnt neutral gehalten, seine Blicke allerdings nicht. Ich konnte in seinen Augen erkennen, das er wollte das ich ihm folgte, es war keine einfache Bitte die ich in diesen las und wer wäre ich gewesen, wenn ich nicht aufgestanden wäre und mit ihm durch die Glastür gegangen wäre? Meine nackten Füße spürten den Boden, das Gras unter sich und ich folgte Aiden ohne ein weiteres Wort zu sagen oder etwas in Frage zu stellen zum Pool rüber und setzte mich neben Aiden, ehe ich die Beine zu mir zog und den Kopf ein wenig auf den Knien ablegte. Für einen langen Moment sagte niemand ein Wort. "Wirklich, es tut mir leid. Ich wollte nichts .. machen, was du nicht willst." - was er vielleicht nicht mehr wollte, ich beugte mich nur ein wenig vor und lies die Finger einen kurzen Moment in das kühle Nass gleiten, drehte den Kopf zum Wasser. Alleine schon weil ich nicht wusste, was Aiden sagen würde, was mir sein Blick verraten würde .. Wie von alleine schloss ich kurz die Augen, spürte das Warme Gefühl der Sonne auf meiner Haut, spürte den Wind der ein wenig durch mein Haar strich und für einen Augenblick dafür sorgte das die ganze Anspannung, die Sorgen von mir wichen allerdings kamen sie kurz darauf auch schon wieder. Wie sollte ich die Angst um das was uns verband zurückhalten? Ich wollte nicht das diese eine Entscheidung gestern Nacht alles zerstörte, dafür sorgte das wir nicht mehr zusammen sein konnten und nicht mehr so ansehen konnten wie zuvor.
Mir war gerade nicht wirklich kalt, dennoch zog ich die Ärmel des Pullovers etwas mehr über meine Arme, meine Finger - etwas das ich immer tat, wenn ich mich nicht wohl fühlte, es lag nicht an Aiden sondern an dieser gesamten Situation und ich war mir sicher, ihm ging es genauso. Sonst wäre er nicht aus dem Wohnzimmer geflüchtet.
Alles hatte sich geändert, auf einen Schlag und ich fühlte mich völlig überfordert damit .. Alles war so plötzlich passiert, ein Schlag auf den nächsten und dann lagen wir auch schon zusammen im Bett, verlangend nach dem anderen - wie niemals zuvor. Ich wusste nicht einmal ob ich mich schon einmal zu jemanden so hingezogen gefühlt hatte, so völlig verrückt und süchtig nach mehr. Ob ich mich je wieder so fühlen würde? Bei irgendjemand anderen? Wollte ich das überhaupt..
So viele Fragen, dazu dieses ungewohnte Gefühl in mir, das war alles viel zu viel. Wie es in Aiden aussah? Wahrscheinlich genauso wie mir, ich kannte ihn wahrscheinlich besser als jeden anderen Menschen und ich wusste auch von den weniger guten Seiten, ebenso wie er mich in und auswendig kannte. Für einen Moment schien Aiden Woods, alles zu sein was ich je wollte - er war der beste Mensch den ich kannte, verstand mich ohne Worte und gab mir das Gefühl von Zugehörigkeit, das er mich bei sich wollte und ich vertraute ihm ohne jede Frage. Aber er war nun einmal mein Bester Freund, der wichtigste Mensch und die Größte Stütze - ich wollte dies nicht zerstören.

@Aiden Woods


"Cause this was only ever meant to be for one night."
"Every night I'm with you I fall more in love.Fallin' all in you."

zuletzt bearbeitet 25.10.2018 12:41 | nach oben springen

#24

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 25.10.2018 22:11
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Die eindringende Kälte zu spüren, wie das Wasser meine Beine erbarmungslos umschloss, mir langsam die wärme entzog, woraufhin sich die Kühle durch meinen Körper ausbreitete. Dieser gesamte Morgen war wie ein launisches Becken voll mit Unberechenbaren Wasser gewesen, welches unerträglich heiß, mal unmessbar Kalt und ein anderes mal einfach in der prallen Sonne verdunstet war, bis der Regen fiel und sich wieder füllte. Von den kurzen Augenblicken in die folgenden langen Momente, ständig fand in mir ein unaufhaltsamer Wechsel statt, immer erfasste mein Körper etwas völlig neues, es drang in jede Faser meines inneren, erfüllte mich komplett bis es in der nächsten Sekunde wieder aus dem nichts verschwunden war, erkennend, in einem neuen Becken zu schwimmen, bemerkend, dass sich wieder alles geändert hatte.
Doch es gab eine Gemeinsamkeit, eine Sache, die alle Phasen, jede Sekunden miteinander verbanden, denn wie der Pool den Himmel wieder spiegelte, fand sich in meinem inneren stets das Ebenbild von Avrey, wie ihr Antlitz in den übergehenden Bruchteilen immer wider aufblitzte, wie eine ständige Begleiterin, mich durch jede Instanze tragend.
Was sich für mich in den Sekunden wie Wasser anfühlte das mich wohlbehütend, mal reißend und das andere mal verletzend umfasste, war kein Nass, sondern all die Dinge, all die Gefühle, die sich in mir zu deinem Anblick in meinem Inneren wieder spiegelte, wie der Blaue Himmel im eigentlich farblosen Wasser.
So hast du in mir ein Farbenspiel aus Gefühlen ausgelöst, mit jedem Blickwechsel einer neuen Farbe dominierend, mal den blauen, kühlen unbarmherzigen Kalten ein anderes mal den roten, Hitze schenkenden wohligen warmen.
Wusstest du, sahst du mit jeder kreisenden Bewegung meiner Beine im Becken, was du mich hier auszusetzen mochtest? Hast du gespürt, welche Wetterumschläge deine so willkürlichen Bewussten Blicke in mir auslösten? Wurde dir klar, wie du mit jedem Wort das du sprachst die Windrichtung in mir in eine neue gepustet hast?
Hast du nicht gewusst, was du mit mir angestellt, was du in mir- nein, dass du mich in der letzten Nacht verändert hast?
Wir machten uns Sorgen um unsere Freundschaft, sorgten um das zwischen uns, völlig verdrängend, gar absichtlich wegen der Katastrophe missachtend, was das alles ganz mit uns selbst anstellte. Denn hinter all den Gedanken, die sich um uns rankten, stand etwas ganz Fest, ließ sich nicht eine Sekunde durch die stürmischen Winde, durch die lodernden Brände oder mit den reißenden Wellen davon tragen. Es hatte sich fest in mir verankert, fast so, als wäre es unmöglich zu sagen, ob es nicht ein Teil von mir war, wie meine Gedanken, meine Ängste, meine Gefühle. Doch neben diesen sich im ständigen Wandel befindenden energischen Gemütszuständen war dieses eine so ruhig, einfach vollkommen gelassen, wortwörtlich von allem unberührt.
Weißt du, wovon ich spreche?
Weißt du, was dieses Gefühl war, dass sich einfach nicht leugnen ließ?
Was einfach allein dir gehörte, aber unverkennbar in mir war?
Hast du es in meinen dich immer wieder anblickenden Augen zu entdecken mögen?
"Entschuldige dich nicht Avrey- ich muss es...", sagte ich leise, mich ein wenig zu ihr richtend, sie vollkommen in meinen Augen erfassend. Ich wollte das Chaos in mir nicht mehr, ich wollte mich dem nicht mehr aussetzen, mich um all diese Gedanken kümmern, die ich wegdrückte oder nach oben hielt. Ich zog an all diesen Dingen vorbei, ging zu dem, was in mir vor Ruhe und anhaltender Kraft strotze, hielt mich daran in den Fluten, den aufkommenden Winden, den drohenden Bränden fest. Und plötzlich war es so einfach, alles so klar in diesem Chaos zu erkennen, dass das zittern von meinem Körper wich, dass die Unruhe von meinen Lippen rutschte, einfach alles in mir sich endlich zu fassen mochte, an einem einzigen Strang haltend- ziehend, sehnend.
"Ich, wir, können für das nichts, was in mir los ist, was mich nicht loslässt...", gestand ich Avrey, mir ein wenig auf die Unterlippe beißend, meine Seite nun richtig zu ihr wendend, ihren Blick, ein wenig Nähe von mir aus suchend, herbei wünschend. Vorhin löste all dies nur weiteres unbändiges in mir aus, aber jetzt war es wie etwas, dass ich brauchte, so sehr wie die Luft zum atmen, wie die Pflanzen die Sonne zum wachsen, wie die Tiere das Wasser zum trinken. So sehr wollte ich die wieder aufreißende Kluft zwischen uns schließen.
"Ich verstehe es in den einen Moment nicht...", flüsterte ich dann weiter, meine Hände über den Boden ein wenig in ihre Richtung rückend. "Und in dem anderen ist alles klar, aber in den nächsten Augenblicken etwas vollkommen anderes...", ließ ich meine Worte für den Moment enden, den Wind über uns beide streichend lassen, eine Zeit lang wieder nur die Stille herrschen lassend, bis ich wieder meine Worte erklingen ließ. "Aber ich weiß, dass du...", meine Hand erreichte die ihre und legte sich auf ihre kühle Haut, welche ich aber gar nicht mehr spürte, denn zu sehr war ich auf das fokussiert, was ich ihr sagen wollte.
"Das du... das du...", diese verdammten Worte wollten einfach nicht aus meinem Mund, sie wollten nicht durch das Chaos in mir reichen, dass immerwährend wütete, aber Ave musste es hören, sie sollte es hören, ich wollte das du das hörst.
"Du bist das wichtigste für mich."
Strömte es endlich aus mir.
"Und ich weiß nicht ob es Liebe, unsere Freundschaft, oder sonst etwas ist."
Ließ ich ihr mein inneres endlich preisgebend.
"Aber du- dich will ich nicht verlieren."
Hauchte ich hinterher, durch die Wind Ave erreichend.
"Aber ich muss wissen was es ist- was es bei dir ist."
Was war es für dich? Hattest du auch dieses etwas in dir? Dieses eine Gefühl, dass dm Chaos standhalten mochte?
Denn, diese austretenden Wellen, dieses Echo von dem ich sprach, als ich sagte, ich wolle in dir zusammenfließen-
dabei war ich das doch bereits, die ganze Zeit.

(@Avrey Turner )



Take my hand and show me forever


So never will I ever let you go

Avrey Turner liebt es!
Avrey Turner bricht es das Herz...
Avrey Turner findet keine Worte dafür..
Avrey Turner macht das traurig...
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#25

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 25.10.2018 23:54
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

Und erneut trat Schweigen zwischen uns ein, etwas das sich einfach nicht richtig anfühlte so verdammt falsch war, wir konnten zwar auch gemeinsam still sein und verstanden uns dennoch ohne Worte - aber in diesem Moment fühlte es sich so an, als wäre diese Verbindung einfach nicht hier. Und das wollte ich nicht. Ich wollte das alles verdammt nochmal, wie immer war, als wir uns angesehen haben und genau wussten was der andere wollte. Das wir gemeinsam lachten bis uns der Bauch schmerzte, wir atemlos nebeneinander saßen und einfach nur den Moment genossen, so wie es sein sollte - jeden Tag. Erneut ergriff mich die Angst, das es irgendwann nicht mehr so sein konnte. Ohne Aid weitermachen klang nicht nach einer Option die für mich in Frage kam. Meine Blicke waren weiter stur auf das klare Wasser gerichtet, erneut traute ich mich nicht Aiden anzusehen, vielleicht wollte er meine Nähe nun nicht mehr? Nachdem er aus dem Haus gestürmt war.
Mit einem kaum hörbaren Seufzen hob ich die Linke Hand und lies die Finger ein paar Mal durch mein Blondes Haar streichen, auch etwas das ich tat wenn ich unsicher, nervös war und das war ich jetzt. Unsicher wie eh und je. Ich nahm nichts anderes was um uns herum passierte war, wie schön es eigentlich war hier am Becken Rand des Pools zu sitzen, die Füße ins Wasser zu strecken während einem der Wind durch die Haare wehte, man aber dank der Sonne kein bisschen fror.
Doch jetzt war mir kalt wie nie es fühlte sich wie heute Morgen in der Küche an.. als Aiden mich nicht anschauen konnte und wir uns nichts sagend gegenüber standen. Ob ich diese Bilder je vergessen konnte? Nie zuvor hatten wir solch eine Situation in unserer Freundschaft gehabt, niemals Streit oder ähnliches.
Im Augenwinkel konnte ich erkennen das mein Bester Freund (Das war er doch noch, oder?) sich zu mir drehte, mich ansprach und ansah.. nach meinem Blick suchend, wie ich heute Morgen. Doch für einen Moment schaffte ich es nicht ihn anzusehen, vielleicht aus Angst? Das sich wieder diese Kälte zwischen uns befinden würde. Aber in diesem Moment als er sich entschuldigte, wurde ich schwach ..ich war ein Schwächling wenn ich bei Aiden war, konnte nicht mehr standhaft sein wie ich es vielleicht sonst war - nicht kalt wie erwartet. Nicht bei Aiden Woods. Ich hatte den Kopf zwar in seine Richtung gedreht, sagte aber nichts .. lies ihm einfach die Wahl seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mich in dem einzuweihen was gerade in ihm vorging - und mir ging es von Wort zu Wort schlechter, weil ich ihm nicht helfen konnte, einfach keine Antwort oder keinen Schlauen Tipp auf Lager hatte, ich war ratlos und sprachlos. Letztes kam nicht oft bei mir vor. Seine Finger tasteten nach meinen, lösten Kribbeln in meinem Körper aus, doch ich bewegte die Hand nicht .. nicht nachdem ich ihn quasi mit meinen Berührungen vertrieben hatte. "Ich wünschte ich hätte eine Antwort auf all das.." fand ich nun wieder meine Stimme, zwar leiser als sonst aber sie war da. Ich konnte nicht mehr neben ihm sitzen, seine Blicke sehen .. und nichts sagen.
"Du bist das Wichtigste für mich." Das war es was Ave noch gebraucht hatte, alles was es gebraucht hatte um dafür zu Sorgen das sich nun Tränen in ihren Augen bildeten - den ganzen Morgen hatte sie diesen Kloß im Hals verspürt aber nun war es vorbei. "Liebe, Freundschaft.." Seine Worte machten es nicht besser, im Gegenteil, sie schluchzte einmal leise und strich mit den Fingern die vom Pullover versteckt waren über ihr Gesicht. Nun waren ihre Finger wieder miteinander verwebt, ehe Ave sie einmal drückte. Wusste Aiden nicht, das auch er das Wichtigste für sie war? Es gab keinen Menschen, mit dem sie sich verbundener fühlte als mit ihm - der Gedanke ihn zu verlieren, schmerzte schrecklich. Mehr als das. "Ich will dich auch nicht verlieren, Aiden. Aber ich habe so Angst das wir uns nicht mehr richtig in die Augen schauen können, das wir nicht mehr: Wir sein können.." Ihr Blick fiel wieder auf den Boden. "Du bist auch das Wichtigste für mich. Ich weis nicht wie sich dies je ändern soll .." Erneut kam ein Schluchzen über Avrey's Lippen. "Bitte.. ich will nicht ohne dich sein, Aid. Niemals." Egal was das Zwischen ihnen war, es durfte nicht ihr Verbindung zerstören.. es durfte nicht das kaputt machen was zwischen ihnen war. Diese aufrichtigen Gefühle. Dieses Vertraute Gefühl.

@Aiden Woods (Why do we put each other through hell? Why can't we just get over ourselves? )


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zuletzt bearbeitet 25.10.2018 23:55 | nach oben springen

#26

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 26.10.2018 01:19
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Der Sturm. Das Höllenfeuer. Die Fluten. Die Erdbeben. Alles was ich so sehr in mir selbst zu halten versuchte, dass ich so sehr nur in meinem innerem versteckt halten wollte, weil ich nie diesem Chaos die Überhand reichen mochte, schien in den nächsten Momenten wie ein Albtraum zur bitteren Realität zu werden, welcher mich und Avrey erbarmungslos umgriff, uns beide packte und festhielt. Seine Klauen fuhren um meinen Hals, um meine nach Luft haschende Kehle, welche der Atem stehen blieb. Meine Hand, die deine hielt, wurde stärker und hielt unerbittlich an dir fest, so sehr, dass ich dachte mich würde etwas von dir ziehen, zu reißen versuchen.
Dein schluchzen, deine mich so zerreißend gesenkte Stimme schnitt wie ein kleines Messer langsam nie heilende Narben in mein fortgerissenes Herz, dass sich in einem Meer geprägt von Kälte wiederfand. Es fühlte sich an, als würde dieser eisige Frost von meinem schlagenden Herz ausgehen und nicht mehr von den im Wasser liegenden Füßen, die nach einem festen Halt schrien, den du mir mit deinen erstmals selbst verlorenen Augen nahmst, ihn mir nicht mehr zeigen konntest, wie noch vorhin im Haus, wo die Welt trotz der Risse noch um so viel heiler schien.
Doch es gab kein drumherum, kein entfliehen, keine letzte weitere Zuflucht die ich noch aufsuchen konnte, weder in den meinen in Stücken gerissenen Selbst, noch bei dir in deinem von mir zerstörten Hafen. Ich wusste nicht, dass ich dir so viel, das ich dir diesen Schmerz beriet, vor dem ich nur selber fliehen wollte. Ich verfluchte mich selber für meine Worte, für meine Taten, für meinen ausweichenden Versuch aus dem Haus zu entkommen, um deiner Nähe zu entweichen. Es war kein Herzschmerz der mich traf, es war keine Angst die mich durchfuhr, denn einfach alles in mir fing in dem Moment an zu bluten, sich selbst dafür zu hassen, als ich dir in dein ebenfalls unsicheres Herz blickte, durch deine in den Sekunden so verschlossenen Blauen Augen. Was waren diese kleinen Schnitte auf meinem Herzen im bloßem Vergleich zu dem, dass mein gesamter Körper vor elendigem Schmerz schrie. Niemals, keinen Moment zuvor in meinen Leben verspürte ich einen solchen unglaublich riesigen Schmerz, ein solches Gefühl, dass nicht nur mein inneres mit bloßen Händen auseinander brach, sondern auch mein Äußeres zerriss, mit nur einem Schlag.
"Bitte.. ich will nicht ohne dich sein, Aid. Niemals.", entkam es ihrer gebrochenen Stimme in mein zerronnenes Herz, dass sich danach ausstreckte.
Es hatte keinen Sinn sich diesem eiskalten Meer hinzugeben, zu ertragen wie sich weiter kleine Schnitte über mein Herz wie sanfte Striche ausbreiteten, mir den letzten Zusammenhalt nehmend. Man konnte nicht erwarten, ich konnte nicht erwarten, dass die Welt von alleine zusammenwuchs, dass du stark genug für uns beide wärest, uns beide halten kannst. Ich war ein Feigling, denn das war es, das fliehen, zurückhalten, verdrängen. Die Gedanken alle in einer verschlossenen Kiste verstecken zu wollen. Eine Mauer zu errichten, um den Anblick nicht mehr ertragen zu müssen. Die Umgebung zu beobachten, während du neben mir in Flammen standst, in meinen Händen das, was dich davor hätte bewahren können.
Ich wollte nicht mehr in diesem Meer treiben, nach einer Rettungsleine greifen und gerettet werden.
Ich musste lernen zu schwimmen, ich sollte mich zusammen reißen und versuchen dich zu erreichen, die wie ich im Meer zu ertrinken schien.

Meine Füße sprangen, Schritten oder glitten in das Wasser, wie, dass war für mich nicht wahr zu nehmen, wie auch die Zeit, die so lange stehen blieb. Aber ich fand Halt für meine verlorenen Schritte, ich hatte ein Ziel und das warst du. Sofort wand ich mich zu dir, stand vor dir im Wasser und nahm deine beiden Hände in die meinen, die wir geschlossen am Rand hielten, die ich so feste drückte, so sehr, dass du wissen solltest, dass ich dich niemals loslassen würde. Denn nicht du solltest meine Rettung sein, sondern ich wollte zu deiner werden. Zu unserer gemeinsamen. Zu dem, der für uns beide zu schwimmen vermochte.
"Daran wird sich nie etwas ändern.", wich es mir entschlossen wie ruhig aus dem Mund, so fest und gehalten wie noch keine anderen Worte am gesamten Morgen. "Denn ich werde dich halten, dir die Hand reichen, dein Licht sein- wie immer- für immer. Niemals was anderes, niemals weniger als das..."
Nein, ich will das alles bleiben. Ich wollte das alles haben. Ich wollte das alles sein.
"Mir ist egal wohin uns das treibt...", sagte ich, mit keinem einzigen Unterton von Unsicherheit. "So lange wir gemeinsam treiben."
Wir würden kein Echo sein, dass im Winde verhallt. Wir würden keine Wellen sein, die brechen. Wir werden kein Feuer sein, dass ausbrennt.
Wir werden ein Lied sein, dass immer weiter anstimmt. Ein Meer werden, dass unaufhörlich zusammenfließt. Ein Feuer werden, dass für immer lodert.
Ob als Freunde, oder wer weiß wohin es uns leitet.

(@Avrey Turner )



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#27

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 27.10.2018 14:55
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge


Die Worte kamen einfach aus mir herausgeplatzt .. alle Anspannung, die Unsicherheit und die Angst all das schien einfach herauszuwollen - alles einfach gesagt werden und auch wenn ich genau wusste das ich mich niemals vor Aiden schämen musste, war es mir doch ein wenig peinlich wie ein Häufchen Elend hier neben ihm zu sitzen, zu schluchzen und einfach außer mir zu sein. Aber es war die Wahrheit, einfach nur der Gedanke nicht bei Aiden zu sein war das Schlimmste was sich in meinen Gedanken festsetzten konnte, was sich bereits festgesetzt hatte. Was würde ich tun, wenn er sich irgendwann von mir abwenden würde? Nicht wegen den Reapers .. sondern wegen dem was vorgefallen war, weil er mich nicht mehr ansehen konnte, nicht mehr in meiner Nähe sein konnte oder wollte? Allein diese verschwendeten Gedanken, sorgten erneut dafür das ich wieder leise Schluchzen musste, die Tränen schienen überhaupt nicht mehr aufzuhalten zu sein .. wenn man selten weinte, schien sich einiges anzustauen, das wurde mir gerade bewusst. Erst als ich Aidens Hände an meinen spürte, spürte wie sie diese fest umfassten und festhielten - seine Worte hörte sah ich auf und direkt in seine dunklen Augen, die mir dieses besondere Gefühl von Verbundenheit gaben, verdammt dies durfte nicht enden. Niemals. "Denn ich werde dich halten, dir die Hand reichen, dein Licht sein.." Genau hier hörte mein Gehirn auf zu denken, die Schlechten Gedanken schienen sich ein wenig zu lockern und sich zu lösen .. Aiden würde niemals von mir weichen, mich nicht alleine lassen, das versprach er mir und es gab keinen Menschen auf dieser Welt der seine Versprechen ernster nahm als er. Wie von alleine, zog ich meine beiden Hände aus seinem Griff und fiel Aiden dann quasi auch schon um die Arme, mir war egal ob er diese Nähe nun ertragen konnte oder nicht - es ging nicht anders, ich wollte seine Arme um meinen Körper spüren, genau wissend das er nicht gehen würde.
Mich noch immer bei sich haben wollte, egal was all das zwischen uns war. Ich liebte ihn über alles: Er war mein Bester Freund, mein Zuhause, mein Anker und mein Stein in der Brandung - solche Menschen durfte man niemals gehen lassen. Egal was passieren würde, ich würde Aiden Woods nie loslassen, weiterhin seine Hand halten solange er mich bei sich haben wollte. Nach Halt suchend, legte ich die Arme um seine Schultern und legte den Kopf in seine Halsbeuge, in dem Wissen das sein Pullover gewiss nicht lange trocken blieb wenn ich mich nicht bald zusammenreisen konnte und mit dem Heulen aufhörte. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schweigens, fand ich meine Stimme. Ich möchte nicht ohne dich sein.. egal was passiert, ich brauche dich Aiden." murmelte ich leise und ein wenig atemlos. Ob es seine Nähe war, die Wärme oder sein regelmäßiger Atem aber ich beruhigte mich langsam, nie zuvor hatte ich mich so unsicher, ratlos gefühlt wie an diese Tag - und dieses Gefühl schien sich die ganze Zeit zu ziehen, mich einfach nicht verlassen zu wollen. Wenige Minuten später hob ich den Kopf, sah ihn mit verheulten Augen an.. ich sah gewiss schon mal besser aus.. Aber all das war in diesem Moment völlig egal. "Egal wo es uns hintreibt." nahm ich seine Worte auf, nickte ganz leicht und lies den Blick auf ihm gerichtet.

@Aiden Woods


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zuletzt bearbeitet 27.10.2018 14:55 | nach oben springen

#28

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 27.10.2018 23:05
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Jegliche Ängste, Gedanken und Katastrophen, die sich an meinen im kühlen Wasser getauchten Beinen festklammerten, wurden diesmal wie von selbst davon gerissen. Ich brauchte keine Ablenkung mehr, als mir Avrey in meine Arme fiel, sich an mir fest haltend, an mir nach Sicherheit suchend, die ich geben wollte. Die Flammen des Brandes löschten sich nicht einfach in schwarzen Rauch auf, aber sie wagten es nicht mehr, konnten uns nicht mehr mit ihren bedrohenden Funken berühren, als meine Hände deinen zierlichen Körper schützend umschlossen. All diese Dinge, die in mir drinnen tobten, nach außen gebrochen waren, all diese Albträume, die ich mit Mauern, Kisten und anderen Gedanken verdrängen, bekämpfen musste, sie allesamt waren nicht mehr in der Lage uns zu erreichen, mich zu erreichen, als ich dein weinendes, Tränen vergießendes Gesicht an meinen Körper spürte, in diesen Momenten wahr nahm. Die Erdbeben die meinen Stand bedrohten, welche die Kluften aufrissen, fanden zu einem enden, sahen keine weitere Chance mehr, dich und mich noch zu trennen, uns voneinander abzuhalten, wie wir in diesen Augenblicken standhaft aneinander hielten.
Vielleicht war die Nähe zu Ave nie das, was mich so erschaudern ließ, möglicherweise war sie viel mehr etwas, dass ich genau jetzt brauchte, genau das jene Mittel, das ich den gesamten Morgen suchte. Denn so sehr in mir das Trugbild herrschte, mir vorgaukelte, dass es zwischen uns nicht mehr so sein könnte, waren das alles Teile meiner selbst, die sich nur davor fürchteten, wohin das führen könnte. Sie besaßen, wie ich bis in meine Knochen, diese riesige Furcht einfach alles verlieren zu können, dass sie die Aufgabe übernahmen, selbst die Dinge in die Hand nahmen, um mich zu lenken. Wie ich waren sie zu Feiglingen geworden, hinter Masken sitzend, wie den Fluten, Bränden und jenen Stürmen, in denen das Bild herrschte, du wärst der Ursprung von alldem.
Aber dieses Bild war falsch, eine Lüge die ich mir selbst einbildete, glauben wollte, um mich selbst zu schützen. Doch wie jede Lüge, wie all die aufgesetzten Masken und Schauspielereien, fielen diese elendig zu Boden, verbrannten in ihren eigenen gezündeten Flammen, wurde in den selbst geschickten tiefen Strömen gerissen, in die Schluchten, die sie selbst aufrissen. Denn als ich dich hielt, mit jeder Sekunde näher an meinen Körper drückend, wurde das wahre Bild klarer, wurde der Gedanke klar, dass nur du, nur wir, uns schützen könnten. So Wie die Sonne die Schatten verdrängte, schlug das wir alle trachtenden Teile meiner selbst hinfort. Und ehe ich mich versah, stand ich mit dir in meinen Kopf an einem ruhigen blauen Strand, mit sanften Winden, wie hier draußen. Endlich war ich zu dir im Auge des aufgelösten Sturms angelangt, dessen übriggebliebenen hauchende Striche sanft über unsere Körper wehten.

"Egal wo es uns hintreibt.", wichen Ave die letzten ihrer so von Gefühl gefüllten Worte von ihren Lippen, doch waren es nicht die letzten Zeichen, denn im nächsten Moment kreuzten sich schon unsere Blicke, meine Braunen, dunklen Augenpaare und deine versinkenden Blauen. Meine unbedachten festen Griffe, wurden in diesen realisierenden Sekunden viel leichter, sanfter, aber keinen Moment an ihr Halt gebender Kraft verlierend. Egal wo wir in diesem unendlichen Meer treiben würde, egal in welche ungewisse Ströme wir gezogen hätten werden können, solange ich deine Nähe fühlte, den Gedanken besaß, mit dir gemeinsam auf der Offenen See verloren zu sein, wäre alles in Ordnung. Egal was passieren würde, mit dir wäre es okay. Ganz unwichtig. Ganz Nebensächlich. Absolut in die Tiefen des Meeres rückend, denn alles was ich wissen musste, dem ich ganz sicher sein müsste, wäre allein, dass es dir gut geht. Denn mit diesen Worten, würde es mir niemals anders gehen können.
"Wir kommen gemeinsam dort an.", sagte ich mit dem wohl noch immer ruhigsten Atem des gesamten Morgens, endlich die Kontrolle darüber besitzend, nach Luft zu holen, ohne sie abgedrückt zu bekommen. Diese Luft war plötzlich wieder einfach da, wie auch die völlig klaren Gedanken. Doch so viel, wie wieder da war, blieben mir die Worte, all die Dinge, die ich dir sagen wollte, einfach aus, als wären sie diesmal zurückgehalten worden. Aber in mir gab es auch etwas anderes, eine andere Möglichkeit, einen anderen Wunsch, dir etwas zu zeigen, zu spüren zu geben. Ich warf einfach alle Grundsätze die ich mir aufgab, wie all die anderen Dinge hinfort. Was war noch Falsch und Richtig, wenn ich etwas so sehr wollte. Wie konnte etwas falsch sein, wenn diese Blauen Augen in mir all das auslösten. Warum sollte es nicht richtig sein, wenn dein unruhiger Atem mich einfach dazu verleiten ließ? Zur Hölle nochmal, daran konnte nichts falsch sein, wenn alles einfach ihn mir diesen Schritt gehen wollte.
Ganz egal, ob ich ihn vielleicht jemals bereuen würde.
Ganz Unwichtig, ob es für jetzt zu früh, oder es jemals Zeit dafür sein würde.
Absolut Nebensächlich, denn ich konnte dich so einfach nicht mehr ertragen, nicht mehr dein verweintes, von allem mitgerissenes, Gesicht anblicken, keine Worte mehr finden, um dir noch mehr, als das zu geben. Für eine Sekunde, gab ich einfach allem nach.
Plötzlich zog es mich zu deinen Lippen, ganz Flüchtig, gar geschwind, nahm ich mir den Wunsch in die Hände und erfüllte ihn mir einfach selbst. Für den Bruchteil der Sekunde spürte ich deine kühlen Lippen auf den meinen, für einen weiteren winzigen, schloss ich meine Dunklen Augen, sah all die Momente an mir vorbei rasen, als sich diese auch heute Nacht aufeinander drückten. Gar nichts von alldem fühlte sich noch annähernd schlecht an. Gar nichts, war für mich sehnlicher gewesen. Doch wie ein Bruchteil, der dieser Zeitraubende Augenblick war, löste ich ihn wieder, fast so, als hätte es diesen hauchenden Kuss gar nicht gegeben.
Doch das tat er, wie die Nacht.
Wie diese, nur weiter etwas in mir weckend.
Oder besser, dass aufgeweckte nur weiter stärker werden lassend.
Für mich gab es wohl keinen anderen Weg mehr, keinen Schritt mehr zurück, als zu wissen, wo uns das hintreiben würde.
Aber tief in mir, hoffte ich, dass es für den Moment keinen weiteren Funken mehr geben würde
- bevor ein anderer Brand entzündet wird.

(@Avrey Turner )


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#29

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 28.10.2018 02:04
von Avrey Turner | 1.340 Beiträge

Für einen Moment konnte ich das schlechte Gefühl vergessen, das sich nach der letzten Nacht immer wieder meldete vergessen und das nur weil Aids Arme sich um meinen Körper schlossen, mich fest an sich drückten. Seine Griff war fest an meinem Körper, seine Hände hielten mich und gaben mir die gewünschte .. nein geforderte Nähe und Sicherheit. Wie immer schien Aiden mir genau das zu geben, was ich wollte und brauchte, auch wenn sich dies gestern Nacht anders entwickelt hatte als je geplant - jetzt war er wieder mein Bester Freund, der die größte Stützte für mich war, mein Fels in der Brandung. Einfach alles.
Wir würden alles gemeinsam schaffen, egal was sich uns in den Weg stellen würde - nichts würde uns unterkriegen, nichts unsere Freundschaft zerstören können, solange wir zusammen waren und uns den Rücken stärkten, für einander da waren, wie immer. Wie es die letzten 2 Jahre gewesen war, vom ersten Tag an. Es gab in diesen Jahren nicht einen Moment den ich mit Aiden bereut hatte, nichts was ich lieber mit einem anderen Menschen getan hätte als mit ihm. Vielleicht waren nicht alle Entscheidungen schlau gewesen, aber machten diese Momente nicht die besten Erinnerungen aus? Und wir hatten verdammt viele Erinnerungen gemeinsam.
Wie konnten wir die Vergangenheit, die Gegenwart und das was noch kommen sollte löschen? Vergessen..
All diese Fragen, nur weil wir beide etwas getan hatten was nicht vorgeschrieben, nicht geplant und wahrscheinlich niemals passieren hätte sollen. Aber nun war es zu spät für diese Einsicht. Jetzt saß ich hier mit Aiden, meinem Aiden, sah ihn mit verheulten Augen an und er gab mir dass Gefühl das alles gut werden würde. Irgendwie und Irgendwann. "Gemeinsam, klingt verdammt gut.." kam es leise über meine Lippen, als ich seine Worte hörte und seine Blicke auf mir spürte, diese erwiderte und mich schlagartig besser fühlte, während mein Atem sich langsam beruhigte - ich wieder besser Luft bekam. Allerdings wurde mir die Luft kurz darauf wieder genommen als ich überraschend und nur für einen Bruchteil von Sekunden Aidens warme Lippen auf meinen spürte, mein Körper entspannte sich unter dieser Berührung. Und obwohl es doch eigentlich so falsch sein sollte, wieso fühlte es sich nicht so an? Der Kuss endete schnell, kaum begonnen schon war es vorbei.. einen kurzen Augenblick sah ich Aiden einfach nur an, sagte kein Wort, was auch? Nichts würde diesen Zug erklären können und ich brauchte auch gar keine Worte. Wie von alleine, als wäre es das normalste der Welt, legte ich die Hand an seinen Hinterkopf, drückte die Lippen ein weiteres Mal auf seine, zärtlich aber dennoch etwas fester als es eben noch der Fall gewesen war. Es war einfach über mich gekommen, als hätte ich eine Chance gehabt dies zurückzuhalten .. selbst wenn ich es gewollt hätte, ich war nicht mehr Herrin über meinen eigenen Körper, wenn ich bei Aiden war. Und ich entschied impulsiv wie so oft, vielleicht waren meine Taten nicht immer die besten, aber jetzt gerade .. es hatte keinen Sinn diese Tat irgendwie erklären zu wollen. Doch ich hielt mich zurück, musste einfach stoppen .. hatte ich Aiden doch vorhin schon mit meiner Nähe vergrault, langsam löste ich meine Lippen von seinen und presste diese kurz aufeinander - sah ihn dabei an. "Ich.. glaube. Ich muss damit aufhören, ständig irgendwas zu tun, was.. mich immer wieder Schwierigkeiten bringt." Aiden kannte mich nicht anders, diese impulsiven Entscheidungen .. es fiel mir einfach schwer diese immer zurückzuhalten.
Ein wenig entschuldigend blickte ich zum Pool zurück, verdammt ja .. es fiel mir schwer mich bei Aiden zurückzuhalten, ich hatte schon immer nach seiner Nähe gesucht und er hatte mir diese immer gegeben, nie verweigert - wie schwer es nun werden würde, mich bei ihm gewissenhaft zu verhalten wurde mir an diesem Tag mehr als oft genug bewusst.

@Aiden Woods


"Cause this was only ever meant to be for one night."
"Every night I'm with you I fall more in love.Fallin' all in you."

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#30

RE: Küche | Essbereich

in Woods Anwesen 28.10.2018 04:38
von Aiden Woods | 1.287 Beiträge


Dieser Kuss, dieser gehauchte Moment, in dem sich unsere Lippen berührten war zu dem Höhepunkt, zu der Spitze der Gefühle geworden, die mich nun schier endlos zu umgeben mochten, mich vor all den schlechten schützten. Die Frage, ob er Falsch gewesen war- das war nur noch ein aushallender Ruf in meinem Kopf, der einfach verschluckt wurde, in den endlosen Gängen der Gedanken verschwand, von wo er auch zu vor dringen versuchte. Mir war es völlig egal. Denn für mich war es das einzig richtige, gar das einzige, was ich noch tun wollte, was ich ihr geben wollte, vorsichtig für einen kurzen Augenblick, darauf zurück denkend, wie die Nähe uns zuvor auseinandertrieb, denn das, wollte ich nicht noch einmal riskieren. Aber, es war ich. Es war, neben den ersten gesagten Worten, neben den ersten gesuchten Blicken, nach meinem ergreifen der Hände, nach all dem, voll und ganz ich selbst, der diese Entscheidungen traf. Kein Schleier legte sich noch mehr darum.Keine weitere Schatten, die etwas dagegen unternahmen, oder konnten. All das, kam von mir, aus meinem innersten, aus fester Überzeugung, mit vollkommen unerschütterlichen Willen.
Wie die Nacht würde ich diesen kurzen Kuss nicht wegsperren.
Wie alles an diesem Morgen, die Kälte, die zwielichtige Einsamkeit- all das wollte ich niemals vergessen, weg drängen oder jemals leugnen. Denn trotz all dieser Unsicherheit, trotz all der Ungewissheit hielten wir, du und ich, immer noch aneinander. Und dieses Gefühl, der Wechsel aus dieser eisigen distanzierten Kälte in diese so ersehnte Wärme, niemals würde ich je eine Sekunde daran verlieren. Keine derer, in denen mein Herz aufhörte zu schlagen. Noch die, in welchen wir das Eis, alles, zusammen brachen.
Alles was wir erlebten war ein Teil von uns, niemals versuchten wir einmal etwas loszuwerden, vergessen, einfach auszulöschen zu wollen. Wir gewannen aus jeder Situation an uns dazu. Lernten weiter, sahen weiter, schritten immer gemeinsam weiter, nie das was uns wichtig war, aus den Augen verlierend.
Und dieses etwas, dass mir heute am gesamten Morgen klar wurde, das Ziel das ich hatte, über alles andere stellen wollte, dass warst einfach du, Avrey Turner.
Du warst dieses weit entfernte, aber doch so nahe begehrte Etwas, dass in meinen Augen schien.
Denn als sich unsere Lippen voneinander trennten, da öffnete ich sofort meine Braunen Augen, verlangte förmlich danach in die deine zu blicken. ich wollte sehen, ob ich das Licht auch bei dir sehen könnte, oder einen kurzen Augenblick darauf erhaschen würde. Aber ob ich an diesem Morgen, an dem ich jeden deiner suchenden, fragenden wie durchdringenden auswich, überhaupt noch etwas entdecken würde? Ob du mir nach diesem Moment meiner größten Schwäche seit der kaum vergangenen Nacht überhaupt noch Einblick gewähren würdest, in deine Seelen durchscheinenden Blauen Augen?
Aber kaum auch nur, ohne einen einzigen Einblick in dein aufflammendes Funkeln zu gewinnen, bekam ich eine Antwort, eine viel wärmere, mehr greifende, als sie mir deine Augen hätten schenken können. So schnell wie ich gewesen war, legten sich deine Hände sanft an meinen Hinterkopf, noch ehe ich realisierte, dass du mich wieder zu dir holtest, meine Lippen sehnsüchtig zu den deinen zogst, waren meine Augen schon wieder geschlossen, alles an mir wieder zurückgestellt.
Wie von selbst, als hätte ich mir doch eigentlich nur das herbei gewünscht, blieb es bei diesem zärtlichen Kuss nicht bei einem Bruchteil, oder bloß nur einer Sekunde. Voll und ganz erwiderte ich ihn, ließ meine Lippen nicht einen Moment weichen, sondern nur stärker an den die deinen werden.
Vielleicht nahm mir dieser Kuss all meine Luft, all meine verbliebene Kraft, sammelte nochmal alle meine Gefühle die ich für dich in meinem innersten verbarg an einem einzigen Punkt zusammen und ließ sie einfach einfließen, einfach alles an deine Lippen gleiten, an dir weitergebend.
Doch spürte ich nicht, wie er mir das alles nahm. Ich verspürte kein nehmen, oder verlieren an mir, oder gar ein geben. Das alles bemerkte ich nicht, sah es einfach nicht, neben alldem, was du mir durch diesen Kuss gabst. Mit jedem Zug, in dem mir der Atem wich, wollte ich nur noch mehr. Ganz und allein mehr von dieser Wärme, die du mir gegen die Lippen drücktest. Ich verlangte nach noch mehr, viel mehr, nach all den guten Gefühlen die ich zu empfinden mochte.
Doch wie alles an diesem Morgen flüchtig war, so war auch dieser lange Kuss dazu verdammt, ein Ende finden zu müssen, egal wie sehr ich mich nach dieser Nähe weiter verzehrte.
Meine Hände rutschten plötzlich an dir ab, verloren dich aus dem vorsichtigen Griff, als mich alles in mir mit sich riss, verlor ich vollkommen an den zurück gewonnen Halt. So oft wurde mir der Boden heute unter den Füßen weggerissen, so oft genommen, dass ich gar nicht mehr zählen wollte, wie viel ich bereits fiel. Aber diesmal fiel ich nicht in ein Loch, nicht in die schwärze, als unsere beiden Augen überrascht nach denen des anderen suchten, als unser Kuss abrupt unsanft endete. Aber statt in einen Abgrund, fühlte sich dieser Fall wie ein endlos guter in den Himmel an, der du warst, mit all den Gefühlen als Wolken, mit dem Kuss als tragender Wind.
Doch statt einfach rückwärts wie ein Tollpatsch in das Wasser zu fallen, versuchte ich im Affekt deinen eigenen unweigerlichen Sturz zu verhindern, riss mich gerade so noch von dir schnell los, um dich nicht mit mir in das Nass zu reißen. Dabei vergaß ich doch vollkommen, dass ich dich doch die ganze Zeit hielt, dich gerade durch das befreien von meinen Händen genau mit mir zog, auf mich gerade raus einfallend. Kaum tauchte mein Körper gerade unter Wasser ein, konnte ich mir schon bereits dann mein verdammtes grinsen nicht zurückhalten, von dieser dummen Situation wegstecken. Dann brachst du auch schon als nächstes durch die spiegelnde Oberfläche, mit aufsteigenden Blasen nur von dir gebend zu mir unter dir blickend.
So zog ich einfach nach deinen umher schwirrenden Armen, brachte dich während des auftreiben erneut an mich und grinste dich mit meinem typischen Gemisch aus Lächeln und hämisches Grinsen an, legte aber ganz kurz meine Lippen gegen die deinen, bevor ich uns beide mit einem festen Stoß nach oben zu bringen versuchte.
War das nicht wieder so ein Typischer Moment von uns beiden? Wie wir aus einer solchen Situation in die andere gerieten, förmlich vom Schicksal gerissen?
Das würde sich wohl nie bei uns ändern, dass wollte ich nie bei uns enden lassen.Denn egal wie sehr ich den Kuss nicht aufhören lassen wollte, war dieser brechende Augenblick, war dieser ändernde Moment genau das, was wir an diesem verdammten Morgen brauchten. Dieses grinsen welches von mir wich, spülte einfach alles hinfort.
Wie ich aber in das Wasser gezogen wurde, fiel ich nun unweigerlich weiter in dich.
Wie ich den Stand verlor, ließ ich an allem los, was mich von dir abhielt.
Wie ich dich von mir stoß, schlug ich alles schlechte endgültig davon.
Wo es uns hin treibt.
Wo es mich hinzieht.
Überall, da warst du.
Für diesen Augenblick, für den restlichen Tag.

(@Avrey Turner )



Take my hand and show me forever


So never will I ever let you go

Avrey Turner findet keine Worte dafür..
Avrey Turner fragt "Darf er das?!"
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