#1

Bar & Theke

in White Lion 29.10.2018 20:53
von Maghan Turner | 1.520 Beiträge

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Yes, I´ve made Mistakes. Life didn´t come with Instructions.
And if it did, I wouldn´t follow them anyway!




Keep Your Head high and your Middlefinger higher!

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#2

RE: Bar & Theke

in White Lion 30.10.2018 00:00
von Ely Duke (gelöscht)
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Etwas gedankenverloren starrte Ely in die Menge, die eine Hand lose um das Bierglas gelegt, in der anderen befand sich sein Handy. Wohl zum hundertsten Mal sah er darauf, doch der Unterschied zu den 99 Mal davor: ein leiser Seufzer entfuhr ihm, als ihm klar wurde, dass er offenbar versetzt wurde. Tatsächlich vibrierte das kleine Teil in diesem Moment; eine neue Nachricht. Sorry, ich packe es heute nicht! Wir sehen uns morgen.- Vince Ausdruckslos sah Ely auf den leicht flackernden Bildschirm, einen Teufel würden sie tun. Dorthin könnte Vince sich auch direkt scheren, es kümmerte Ely nicht wirklich. Was ihn aber kümmerte war dieser angebrochene Freitag abend, den er nicht vor hatte, alleine in einer Bar zu verbringen. Fix ging er seine Möglichkeiten durch: das House, Maghan. Das House, Charles. Das House, ... es würde wohl das Clubhouse werden, wenn er die Dinge recht bedachte, aber irgendwie zog es ihn doch nicht wirklich aus der Bar. Es gefiel ihm hier einfach besser, als er zugeben konnte, und daran konnte auch eine geplatzte Verabredung nichts ändern.
Immerhin darin war er gut: Dinge unter den Teppich kehren, einen Optimismus gewissermaßen vorstellen und sich selbst belügen. Dass ihn die Absage tiefer getroffen hatte, als er es sich überhaupt eingestehen würde, verstand er nicht einmal. Es gab für Ely einfach keine andere Option, als aus diesem Desaster noch etwas gutes zu machen; alles andere verbot einfach sein Stolz. Er stand schon kurz davor Maghan anzurufen um zu hören, wo sie steckte. Immerhin hatten sie sich auch schon seit längerer Zeit nicht mehr ganz gesittet betrunken, doch bevor er noch auf den grünen Knopf drücken konnte, fiel Ely eine blonde Lockenpracht aus dem Blickwinkel auf. Sofort wurde er aufmerksam - immerhin kannte er jeden der Reapers, und die meisten sogar ziemlich gut. Val. Was machte Val denn hier? Eigentlich eine blöde Frage, aber je länger er darüber nachdachte, desto neugieriger wurde er. Schnell flogen Elys Finger über den Bildschirm: Schau mal nach rechts.

@Valeria Mathewson


zuletzt bearbeitet 30.10.2018 00:01 | nach oben springen

#3

RE: Bar & Theke

in White Lion 30.10.2018 02:10
von Valeria Mathewson | 228 Beiträge

Ziellos trieb es Valeria durch die Abendlichen Straßen Miamis. Die letzten Orange-rötlichen Sonnenstrahlen trafen auf den Asphalt und hüllten die aneinandergereihten Fassaden der nie endenden Gebäude in ein prächtiges Farbenspiel. Es war wortwörtlich eine Verschmelzung deren eigenen Putzes mit den leicht abtastenden, feinen letzten Küsse der Sonne. In allem möge man sagen, dass es immer wieder, an jedem Tag, ein viel zu wenig geschätztes Schauspiel war, dass hier seine Tribüne mit genauso wenigen Bewunderern fand. Aber ein Ort, der diesen Namen trug, von sich behaupten wagte eine Tribüne zu sein, verlangte zumindest nach einem Zuschauer, ob Jung oder Alt, Männlich oder Weiblich.
Diesen einen in das Detail verliebte Menschen fand die zielgerichtete Straße in der Blonden Dame, die in ihren eigenen Gedanken gefangen, aber durch jenes Kunststück aus diesen gerissen wurde. Ihre zuvor noch angestrengten blauen Augen huschten nun, gar beobachteten jede Schmelze die noch statt zu fanden mochte.
Dieser plötzliche Blickwechsel ihrer Umgebung, die völlig andere unbekannte Perspektive, war genau das, was sie in diesen Augenblicken gesucht hatte. Denn ihre anhaltend greifenden Gedanken lösten dadurch ihre Anker, ließen Valeria für diesen Sonnenuntergang vergessen, welch oft so wiederholtes Schicksal sie noch wenige Stunden zuvor ereilt hatte. Dies war ein immer wieder aufreißendes, wohl nie abzuschleifendes Päckchen, dass sie mit sich trug, auf ihren Schultern, die nun allmählich unter all den aufgestauten Gefühlen Erleichterung fanden. Dieser von allen anderen Menschen als Schwarzweißer aufgefasster Makel, oder besser gesagt ein Schandfleck für ihre gesamte Familie, die Mathewson, schien stets Thema in ihrer unmittelbaren Umgebung zu finden. Ein Thema, das Valeria in vielen anderen Farbtönen wieder erkennt als ihr Rationales Umfeld. Sie nahm dieses Päckchen mehr zu Herzen, als viele andere- und um gleiches Willen wollte sie dies nie vergessen, was aber viele andere dieser sogenannten Menschen zu tun versuchten. Doch dieser nie abwaschbare Fleck, der an ihr wie ein Schatten hing, war Niemand geringeres als ihr verstorbener Bruder, welcher am Helligen Tage durch die Sonne verdrängt- aber am späten Abend wieder die Überhand zurückgewann. So, wie es das Schattenspiel in diesen Augenblicken tat.
Doch Heute sollte dieser Schatten noch eine viel größere Rolle spielen, als ihr schon zu diesem Zeitpunkt bewusst gewesen war. Denn als die letzten Sonnenküsse ihr Ende erreichten, fiel Vals Blick auf eine Bar Namens ,,White Lion", welcher sofort einige Erinnerungen wach rief. Denn die Bar wurde ihr bereits von anderen Mitgliedern der Anarchy Reapers empfohlen, weshalb sie sogleich auf diese los schritt, nun nicht mehr wie am Beginn verloren, sondern mit einem festen Ziel, den Abend in etwas besseres verwandeln zu wollen. Ob dies durch den ein oder anderen Drink aber auch vielleicht dank so mancher Person, auf die man dort stoßen könnte.
Gerade erst in die Bar geschritten, mit hastigen den umherschweifenden Gäste ausweichend, lief sie im Augenwinkel an einem nur allzu Bekanntem Gesicht vorbei. Seine ebenso Blauen Augen fingen sofort die Vals ein und aus einem nächsten Schritt nach vorne, wurde sofort einer nach hinten zurück, dass Gesicht doch sofort wiedererkennend. In dieser Bar trieb sich niemand geringeres als Ely Duke herum, der augenscheinlich gerade selber auf dem Weg wohin zu sein schien, bis sich ihre Augenpaare gekreuzt hatten. Als Reaper wusste sie nicht nur, wer er innerhalb des MC's war, sondern auch durch mehrmalige Aufeinander Treffen auch schon ein wenig mehr, als die nach außen blickende Fassade.Diese ließ diesmal aber mehr nach Enttäuschung rufen, als nach allem anderem.
„Hey Ely", fing Val einfach an das lockere Gespräch nach ihm zu suchen, „was treibst du hier im White Lion?"
Ob er in Gesellschaft war, oder auch nicht, Valeria hatte gerade einen neuen Lichtstrahl an diesem Abend gefunden, von dem sie noch nicht ahnte, oder bedacht aus den Gedanken ließ, dass er für sie mehr als ein Schatten zu betrachten war, der aber dennoch irgendwie für sie strahlte.

@Ely Duke



zuletzt bearbeitet 03.11.2018 03:29 | nach oben springen

#4

RE: Bar & Theke

in White Lion 30.10.2018 20:30
von Ely Duke (gelöscht)
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Valeria Mathewson. Eine blonde Schönheit, aber wirklich etwas mit ihr anfangen konnte Ely bisher noch nicht, doch den plötzlichen stechend-scharfen Schmerz in seiner Brust konnte er nicht ignorieren. Immerhin war er der festen Überzeugung, dass ihr Bruder wegen ihm verstorben war; ob es tatsächlich seine Schuld war oder vielleicht doch nicht kann heute auch niemand mehr genau sagen, aber für Ely fühlt es sich jeden Tag so an.
Und jetzt stand Valeria vor ihm. Ely hielt sich eigentlich für einen recht guten Menschenkenner und konnte bestimmte Begründungsmuster in den meisten Mitgliedern der Reapers erkennen - nicht so bei Val. Tatsächlich hatte er keine Ahnung, warum sie bei den Reapern war, gerade nach der Geschichte mit ihrem Bruder. Sicher, er hatte sie, genauso wie alle anderen Prospects, in ihrer Anfängerzeit beobachtet, für das gute Betriebsklima sozusagen. Und klar, sie hatte sich gut geschlagen, sonst wäre sie nicht an der Stelle, an der sie gerade in ihrem Leben steht. Aber wirklich viel zu tun hatte er mit ihr noch nicht gehabt, da schien das Schicksal mal wieder zugeschlagen zu haben. Ihn störte es tatsächlich nicht zu jedem Member eine persönliche Beziehung aufgebaut zu haben, ganz im Gegenteil, aber das war bei der Größe der Gang schlicht unmöglich. Sein Vater tickte da anders: Viele, eigentlich fast alle, sah er als reine Arbeitstiere an, es sei denn sie hatten sich durch etwas Besonderes ausgezeichnet. Allerdings brauchte es viel um Elys Vater zu beeindrucken, er selbst kannte das. Es war das gute Recht von Chester Duke so zu sein, aber für Ely war klar: Er würde seines Vaters Posten anders bespielen, wenn die Zeit reif war.
Aber augenblicklich setzte Ely sich wieder gerader hin, seine lachende Fassade war sofort wieder da. Auch wenn er sich den kurzen Moment der offensichtlichen Enttäsuchung erlaubt hatte, würde er verdammt sein, wenn er etwas Valeria zeigte, dass sie absolut nichts anging. "Abend Valeria, was ein Zufall." begrüßte er sie schmunzelnd, das leichte Lächeln lag schon wieder auf seinen Lippen. "Musst du direkt weiter oder magst du dich zu mir setzen?", lud er sie im nächsten Moment ein, um erst einen Moment später auf ihre Frage eingehen zu müssen. "Alles und nichts." Ein leichtes Schulterzucken und sollte sie doch selbst sehen, was sie mit dieser Information machte. Gelogen war es schließlich auch nicht - Ely hasste Lügen und war selbst furchtbar schlecht darin -, nur unpräzise.
Gerade als die Kellnerin an ihnen vorbeihuschte rief Ely ihr noch eine Bestellung hinterher, die sie nickend bestätigte.
Für einen Moment sah er Val in die Augen, die so furchtbar blau waren. Genau wie seine [gemeint ist der Bruder]. Für einen Moment ließ ihn das innehalten, ehe er sich wieder auf das Mädchen vor sich fokussieren konnte. "Du bist noch nicht so lange dabei." Es war keine Frage, eher eine Feststellung. Natürlich wusste Ely von fast jedem Member, wie lange diese_r ungefähr schon ein_e Reaper war. "So, wie du es dir vorgestellt hast?" Erneut lag ein kleines Schmunzeln um seine Augen, als er sie abwartend ansah. Das war es meistens nie, nur die einen kamen mit enttäuschten Erwartungen besser klar als die anderen.

@Valeria Mathewson

[sorry, falls Val schon eine halbe Ewigkeit bei den Reapern ist, ich habe keine genaue Angabe auf deinem Profil gefunden und habe das mir am logischsten scheinende genommen - wird geändert, wenn das gegen deine Charakteridee geht [sunny] ]


zuletzt bearbeitet 30.10.2018 20:32 | nach oben springen

#5

RE: Bar & Theke

in White Lion 03.11.2018 05:05
von Valeria Mathewson | 228 Beiträge


Die gesamte Bar ließ Val ihre aufkommenden, die sich um Elys Namen und dessen Rang umlegenden Gedanken, für die ersten Momente völlig wegtreten. So wie die Gläser, welche an der Theke voll gefüllt abtraten aber nach einer Weile ihrem Inhalt beraubt zurückgebracht wurden, legte sie ihre hallenden Rufe im Kopf zurück, gab erst etwas zu trinken, statt direkt zu nehmen. Mit einem kurzen Lächeln signalisierte sie ihm eine Antwort auf die ebenso gestellte Frage, saß sich zu ihm, die Geräusche ihrer Umgebung voll und ganz ausblendend. Die beiden kannten sich nur sporadisch, beinahe etwas flüchtig, doch solche Menschen wie sie seiner selbst weckten Vals unaufhaltsames Interesse. Nicht nur wegen der durchdringenden Augen, aus denen Valeria stets zu Lesen versuchte, sondern auch wegen jenen Schatten Artigen Zielen, welche sie zielstrebig verfolgte, aber keineswegs über ihre Äußerliche Fassade scheinen ließ. Denn wie lässt sich ein Spiel besser arrangieren, als sich seiner Rolle vollkommen anzunehmen, ihre Ideologie aufzufassen und dadurch selbst beinahe glauben zu können, tatsächlich diese Schemenhafte Figur zu verkörpern. Also: war es zu dieser Abendlichen Stunde Zeit, dieses etwas aufzusetzen, die nächsten Runden abzuwarten, wer hier die Spielchen beherrschte, wie viel man von sich preis geben könnte.
Alles und nichts. Diese Worte hallten kurz in ihr wieder, setzten sich vielleicht ein wenig in den Ecken fest. Denn von sich selbst etwas anderes behaupten zu können, war genauso wenig möglich. Ihre verlorenen Schritte führten sie in dieses Nichts, aber doch zu ihm, der so viel mehr als das war, nämlich eine Art Schloss zu allem, was in ihr aufkeimte. Aber verschlossene Schlösser benötigten ihre fixen Schlüssel. Was wohl Elys aufschließendes Mittel wäre, dass hallte kurz darauf in ihren großen dunklen Gängen, als sich die vorherigen Schlüsse lockerten. Würde es der Alkohol sein, der seiner verflochtende Zunge etwas abgewinnen würde, wenn es dazu käme? Oder könnte es anderer Dinge gebrauchen, um zu erfahren, was hinter diesem markanten Gesicht alles lag?
Diese Frage auf das dahinterliegende "Alles" würde sich wohl bald offenbaren, oder zumindest letztlich ihr die ersten Schritte ermöglichen, durch das Schlüsselloch eines möglichen Momentes zu blicken. Denn hatte sie nun etwas Kontakt zu ihm gewonnen, den Schleier der die beiden bisher aneinander vorbei laufen ließ durchschritten, dann auch noch so Zufällig perfekt wie Heute, würden ihre Schritte diesmal auf etwas fest zugerichtet sein, nämlich auf Niemand geringeren als ihn.
"So, wie du es dir vorgestellt hast?", fragte er Val auf ihre bisher kurze Mitgliedschaft bei den Anarchy Reapern, dem MC, welcher berühmt berüchtigt Miami in ihren festen Krallen aus dem Untergrund festhielt. Wie ein kleiner Parasit lebte der MC seit Generation in dieser im ersten Blick Sorgenlosen Stadt der Magie, mit allen nötigen Mitteln, dich glauben zu lassen, dass Sonnenschein alles ist, was es braucht um Glücklich zu sein.
"Ganz anders", gab Val ihm schnell zurück, wie ein fester Entschlossener Schuss aus dem Lauf einer Pistole, aber dadurch auch eine viel einfacher zu überbringende Nachricht, als es die Wahrheit vermutlich gewesen wäre, "man erwartet eine Eiskalte Gruppe, in der man sich beweisen muss, stets um etwas kämpft."
Jeder kämpft in seinem Leben, an jedem Ort um jegliche Zeit gegen etwas an, für etwas oder gar mit etwas. Welche dieser Optionen war dabei völlig egal, denn der Kampf lag immer im reflektierenden Blick des Selbst. Auch dann, wenn man die Augen verschloss, hatte man diesen geführt. Doch dieser war für Valeria noch mehr als das, was es schien, als es es für jeden anderen den Anschein trug. Ihrer im MC, der sich jetzt mit Ely austrug, war stets in ihrer Präsenz allgegenwärtig, immer Unterbewusst da. Niemals vor den Augen verschließbar, welche dennoch ihre Rolle wie Kontaktlinsen trugen.
"Aber im inneren spürt man den Zusammenhalt", wich es ihr danach Warm wie sanft von den Lippen, solche Worte, die sich auf die seine legen sollten, "Und dieser lässt einen nicht allein, wie andere Dinge." Man könnte meinen, dass ihr diese Worte nichts bedeutenden, wenn man den Schatten kannte, der auf ihr lag. Aber so sehr dieser hartnäckig in die Furchen des Lichts trat, trugen ihre Worte dennoch den gewissen Funken Wahrheit in sich, den sie selbst brauchte, um sie hervorzubringen.
Als das noch gefühlt kurz zuvor bestellte Getränk seinen Weg zu Ely fand, gab auch Valeria ihre eigene Bestellung ab und ließ sich darauf ein, die Zeit so gut wie möglich mit Ely zu verbringen. War es zuerst von ihr Egoistisch diesen Abend mit den Gedanken zu beginnen, ihrem Kampf mehr Sicherheit zu verleihen, so brach dieses Bild im Anblick von ihm etwas ein. Denn so sehr Val Ziele verfolgte, so trug sie noch immer das in sich, wie jeder andere Mensch auch. Den Wunsch, dass Gegenüber näher kennen zu lernen, geschützt unter einem aufgelegten Deckmantel, der sie denken ließ, es wäre alles nur ein Mittel zum Zweck, als möglicherweise mehr als das.
"In deiner Position ist es sicher nicht leicht", gab sie etwas einfühlsam von sich, denn Ely war sehr wohl derjenige, welche eines Tages den Posten seines Vaters, dem Anführer des Dukes Clan, übernehmen sollte. "Es tut gut zu sehen, dass auch du etwas Zeit für dich gewinnst.", führte sie noch hinten an die vorangegangen Worte und ließ den Blick kurz über ihn wandern, ehe sie sich wieder in den Augen von ihm verfing.

@Ely Duke



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#6

RE: Bar & Theke

in White Lion 04.11.2018 16:42
von Ely Duke (gelöscht)
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Ely entfuhr ein leises Lachen, als Valerias Antwort wie aus der Pistole geschossen kam und seinen Verdacht bestätigte. Er wusste nicht, wie es war, wenn man nicht schon sein ganzes Leben mit den Reapers verbracht hatte und nur den Blick auf außen auf sie hatte. Aber erklären, warum Menschen unbedingt dazu gehören wollten, ohne den inneren Wert einer solchen Gruppe zu kennen, konnte er auch nicht. Sicher, es passierte sämtlicher krimineller Scheiß in den Reihen der Gang, aber konnte das tatsächlich ein Beweggrund sein? Ely bezweifelte das. Deswegen war es für ihn umso spannender, sich über das Thema mit Leuten zu unterhalten, die quasi als Quereinsteiger dazu gehörten, denn in der Tat konnten die Gründe sehr vielfältig sein. "Stimmt." antwortete Ely, diesmal etwas nachdenklich. Aber woher sollte man diesen Zusammenhalt denn schon kennen, wenn man nicht schon mit der Gang verstrickt war? Er sinnierte noch ein wenig darüber, als im nächsten Moment auch schon sein Bier kam und auch Val etwas bestellte und das Gespräch fortsetzte.
Beinahe wären Ely bei ihren Worten die Gesichtszüge entgleist, doch er schlug sich gut. Es war nicht leicht. Innerlich lachte er höhnisch auf, es war verdammt fucking schwer. Aber auch hier: Val hatte keine Ahnung. Von nichts, was ihn anging. Sie kannte ihn nicht, woher nahm sie sich heraus den Kummerkasten für ihn spielen zu wollen? Wenn das überhaupt jemand durfte, dann war es Maghan, und das geschah selten genug. Ely machte Dinge einfach gerne mit sich selbst aus, und die meisten gingen schließlich auch niemand anderen etwas an.
"Stimmt." Das war alles, was er dazu herausbrachte, und dieses Mal hatte das Wörtchen nichts mehr mit dem Amüsement und der Nachdenklichkeit von eben zu tun. Es war abweisend, kalt, vielleicht verstand Valeria ja von selbst, dass sie eine Linie überschritten hatte, von der aus es nur noch zurück ging.Er kam auch nicht umhin zu bemerken, dass sich etwas Misstrauen in ihn ihr gegenüber geschlichen hatte, auch, wenn er Valeria damit bestimmt unrecht gab. Doch Ely wusste selbst, wie empfindlich er sein konnte, wenn es um ihn persönlich ging.
Doch bei Valerias nächsten Worten, konnte er das höhnische Lachen einfach nicht unterdrücken. Das letzte, was er brauchte, war Zeit für sich - dann würde er vermutlich vollkommen durchdrehen. Ely bildete sich ein, genau zu wissen, was passieren würde: Die Zweifel würden ihn überkommen und damit die Ängste, am Ende würde ihn vielleicht eine Panikattacke in den Schwitzkasten nehmen. Das konnte er sich nicht erlauben, das ging einfach nicht.
In dem Moment merkte er, wie er sich geradewegs in diesen Gedanken verlor, weswegen er schleunigst die Konzentration wieder auf die Blondine vor sich richtete. "So kann man das auch ausdrücken." meinte er schließlich, und blieb wieder so unfassbar unpräzise. "Aber um mich musst du dir keine Sorgen machen." schob er noch etwas versöhnlich hinterher. "Ich komm schon klar. ..." Oder so.
"Warum wolltest du eigentlich Member werden?" fragte Ely nach einer kurzen Stille aus dem blauen heraus, nur um den Fokus wieder auf Valeria zu lenken. Dass diese Tatsache irgendwie mit Nathan zusammenhing, konnte der Brünette sich denken; allerdings interessierten ihn die waren Gründe tatsächlich. Und sollte das Gespräch auf Nate zulaufen, dann hätte er immerhin die Möglichkeit, sein Beileid auszusprechen - denn das hatte er in den letzten vier Jahren immer noch nicht getan.

@Valeria Mathewson


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